US-Handelsminister: Tomahawk-Raketenangriff auf Syrien war für uns ein reines After-Dinner-Amüsement

US-Handelsminister: Tomahawk-Raketenangriff auf Syrien war für uns ein reines After-Dinner-Amüsement
US-Präsident Trump sprach im Zusammenhang mit dem Abschuss von 59 Tomahawk-Marschflugkörpern der USA im letzten Monat gegen Syrien von einer "schweren Entscheidung". Sein Handelsminister Wilbur Ross hingegen spricht von einem "After-Dinner-Amüsement".

Dieses, so Ross, habe "den Präsidenten nicht einmal etwas gekostet". Ross gab die kontroverse Bemerkung während seines Auftritts auf der Milken Institute Global Conference von sich, berichtet das Portal Variety.

Trumps Anordnung, am 7. April einen Angriff auf einen syrischen Militärflugplatz durchzuführen, war offenbar nur ein "After-Dinner-Amüsement", so Ross. Die Bombardierung erfolgte als eine Reaktion auf einen angeblichen chemischen Angriff in der Stadt Chan Scheichun.

Screenshot Fox News

Dort starben am 4. April rund 80 Menschen. Ob der Austritt von Giftgas tatsächlich auf syrische Luftangriffe zurückzuführen ist oder ob dieses ausströmte, nachdem die Armee ein Waffenlager radikal-islamischer Terrormilizen getroffen hatte, die die Region kontrollieren, ist bis heute ungeklärt.

Die Raketensalve auf den syrischen Militärposten tötete mindestens 14 Personen, darunter neun Zivilisten.

Gerade, als das Dessert serviert wurde, sagte der US-Präsident zu [Chinas Präsident] Xi Jinping, dass er ihm etwas mitzuteilen habe, dass er ihm etwas sagen wollte. Das war der Abschuss von 59 Raketen auf Syrien", sagte der US-Handelsminister. "Es war wie eine Art After-Dinner-Amüsement."

Während die Kosten für den Angriff auf einen Betrag zwischen etwa 60 und 100 Millionen US-Dollar geschätzt werden, was davon abhängt, welche Tomahawk-Raketenmodifikation verwendet wurde, erklärte der US-amerikanische Politiker, dass "der Spaß den US-Präsidenten nichts kostete".

Ross' Aussagen fielen direkt, nachdem Trump seine Entscheidung, Syrien anzugreifen, als eine "schwere Entscheidung" beschrieben hatte, da die "falschen Leute" getötet werden könnten. Der US-Präsident erklärte dies während eines Interviews mit dem Moderator der CBS-Sendung Face the Nation, John Dickerson.

Wissen Sie, vor allem solche Entscheidungen wie die, die ich getroffen habe, um Syrien mit 59 Tomahawk-Raketen zu beschießen: unglaubliche Technologie. Wir haben unglaubliche Talente. Aber das sind schwere Entscheidungen. Das sind nicht solche Entscheidungen wie die, bei denen ich beschließe, ein Gebäude zu kaufen...", sagte Trump und wurde mit der Frage "Warum schwer?" von Dickerson unterbrochen.

"Weil es menschliche Leben sind", fuhr der US-Präsident fort. "Du tötest Menschen und du kannst dabei auch die falschen Leute töten", fügte er hinzu.