Nach Live-Mord via Facebook: amerikanische Polizei sucht nach dem Täter

Nach Live-Mord via Facebook: amerikanische Polizei sucht nach dem Täter
Der vermeintliche Facebook Live Mörder, der sich selbst als "Stevie Steve" bezeichnet, in einer Kombination von Bildern, aus einem Facebook-Video; USA, Cleveland, Ohio, USA, 16. April 2017.
Von einem Täter, der einen Mord an einem älteren Mann live auf Facebook übertragen hat, fehlt bislang jede Spur. Der Mörder warnte, dass er solange töten werde, bis er gefasst sei. Zudem rühmte er sich damit, weitere 14 Morde begangen zu haben.

Die Polizei in Cleveland, Ohio, setzt ihre Jagd nach einem vermeintlichen Mörder fort. Er soll einen älteren Mann getötet haben und den Mord live auf Facebook übertragen haben. Der Verdächtige, der als Steve Stephens identifiziert wurde, hatte angegeben, 14 weitere Menschen getötet zu haben und schwor weitere Morde. Bisher wurden keine weiteren Opfer gefunden. Die Polizei gab an, dass der Mörder seine Tat live übertrug. Facebook dementierte. 

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Einem lokalen Nachrichtensender in Ohio teilte Facebook mit, dass das Video erst nach der Tat hochgeladen worden ist. Die Jagd nach dem Mörder geht weiter. Bisher fehlt jede Spur. Es ist unklar, ob sich Stephens noch im Raum Cleveland aufhält.

Das Opfer Stephens wurde identifiziert. Es handelt sich um einen 74-jährigen Mann namens Robert Gowdin.

Ebenfalls über Facebook verkündete Stephens am Sonntag, dass er über 15 Menschen ermordet habe. Facebook bezeichnete den Mord als "furchtbares Verbrechen“:

Dies ist ein furchtbares Verbrechen, und wir erlauben diese Art von Inhalt nicht auf Facebook. Wir arbeiten mit Nachdruck daran, auf Facebook eine sicheres Umfeld zu erhalten.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Verbrechen auf Facebook veröffentlicht worden ist und sich die Täter ihrer Tat rühmen. Im Januar wurden in Chicago vier Afro-Amerikaner eines Übergriffs auf einen 18-jährigen Mann mit Behinderung beschuldigt. Sie übertrugen ihre Tat auf Facebook und gaben rassistische Parolen gegen Weiße von sich. In Schweden übertrug eine Gruppe junger Männer eine Vergewaltigung an einer Schwedin live auf Facebook. Die Tat wurde so mehr als 60.000 Facebook-Nutzern zugänglich gemacht.