Trump: Geheimdienst-Insider nennen Dossier mit „kompromittierenden Beweisen“ Fälschung

Trump: Geheimdienst-Insider nennen Dossier mit „kompromittierenden Beweisen“ Fälschung
Der gewählte US-Präsident Donald Trump hat erklärt, Geheimdienst-Insider bestätigten ihm, dass die viel zitierten Dossiers aus Moskau, die kompromittierende Beweise gegen ihn aufweisen sollen, eine Fälschung sind. Der Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper entschuldigte sich inzwischen bei Trump und weist die Dossiers zurück.

„Geheimdienst-Eingeweihte behaupten nun, dass die Trump-Dossiers ein ‚KOMPLETTER SCHWINDEL!“ sind“, schrieb Donald Trump in einer Meldung des Micro-Bloggingdienstes Twitter.

Der gewählte republikanische Präsident, der sein neues Amt am 20. Januar übernehmen wird, gab keinen Aufschluss darauf, auf welche Mitglieder der US-amerikanischen Geheimdienst-Community er sich stützt, die diese Bewertung abgegeben haben.

Traut seinen Ohren nicht: Der designierte US-Präsident Donald Trump wurde selbst zum Ziel von Fake News.

Am Dienstag berichteten der Nachrichtensender CNN und das News-Portal BuzzFeed über ein vermeintliches geheimes Dossier, das von einem nicht identifizierten ehemaligen britischen Geheimdienstoffizier zusammengestellt wurde. Dieser behauptet, dass Donald Trump seit über fünf Jahren vom russischen Geheimdienst unterstützt wird. Deshalb sei er ein potenzielles Ziel für Erpressungen durch den Kreml.

Das Dossier wirft unter anderem vor, dass Trump bei einem Besuch im Moskauer Ritz Carlton Hotel mehrere Prostituierte für eine eigene Sex-Show auf sein Zimmer rief. Kurz nach Veröffentlichung der Berichte verlautbarte der neue US-Präsident, dass es sich dabei um „eine gefälschte Nachricht“ und „eine politische Hexenjagd“ gegen seine Person handelt.

Er nannte die Redaktion von BuzzFeed daraufhin einen „Haufen Müll“. Trump weigerte sich in diesem Zusammenhang bei einer Pressekonferenz diese Woche, Fragen eines CNN-Reporters zu beantworten.

Sowohl BuzzFeed als auch CNN wurden von renommierten Journalisten sowie sozialen Medien kritisiert, ungeprüfte Daten aus anonymen Quellen gegen den angehenden Präsidenten der Vereinigten Staaten zu verbreiten.

Am Donnerstag veröffentlichte der Nationale Geheimdienstdirektor (DNI) der USA James Clapper eine seltene öffentliche Mitteilung, wonach sich der Geheimdienstchef mit Trump traf, um ihm seine „tiefgreifende Bestürzung“ über das Dossier auszudrücken.

„Dieses Dokument ist kein Produkt der US-amerikanischen Geheimdienst-Community und ich glaube nicht, dass die Leaks aus der Intelligence Community kommen“, sagte Clapper.

Später kam heraus, dass die geheimdienstlichen Dokumente vom ehemaligen britischen Agenten Christopher Steele zusammengestellt wurden. Steele leitet heute das britische Unternehmen Orbis, das auf Wirtschaftsspionage spezialisiert ist. Die britische Premierministerin Theresa May kommentierte, dass Steele „seit Jahren nicht mehr für die britische Regierung arbeitet“.

Moskau reagierte auf den unbestätigten Geheimdienstbericht zurückweisend. Am Freitag verlautbarte die russische Regierung, dass es die Veröffentlichungen von CNN und BuzzFeed „nicht verdienen, ein Medien-Bericht zu sein“. Der Pressesprecher des Kremls Dimitri Peskow äußerte:

„Man sollte auf diese Berichte nicht reagieren, denn sie entsprechen der gegenwärtigen emotionalen Raserei, die in den USA dominiert.“