Ron Paul: CIA mischte sich in hunderte Wahlen ein

Ron Paul: CIA mischte sich in hunderte Wahlen ein
Die Propagandisten der US-Regierung drängen auf eine Außenpolitik der weltweiten Interventionen, kritisiert der ehemalige Präsidentschaftskandidat und Gründer des Instituts für Frieden und Wohlstand, Ron Paul, in einem RT-Interview.

Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton beschuldigte den russischen Präsidenten Wladimir Putin, persönlich einen Cyberangriff veranlasst zu haben, der sie den Sieg bei den Präsidentschaftswahlen gegen Trump kostete. Ron Paul bezeichnete die Vorwürfe in einem Interview mit Neil Harvey von RT als Fiasko.

US-Präsident Barack Obama (M) bei einer Rede im CIA-Hauptquartier in Langley

„Ich denke, sie sind nur aufgeregt, weil sie die Wahl verloren haben. Sie werfen mit Anschuldigungen um sich und haben keine Beweise“, sagte der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete für Texas.

„Die gleichen Leute, die all diese Vorwürfe erheben, schienen kein bisschen darüber besorgt zu sein, dass die Außenministerin einen privaten Server nutzte, der es Russland oder sonst jemandem viel einfacher machte zu erfahren, was passiert“, sagte Paul.

Ron Paul, ein libertärer Fürsprecher einer Außenpolitik der „Nicht-Intervention“, erklärte weiter, dass die USA sich idealerweise nicht um irgendein Land Sorgen machen müssten, das ein Interesse hätte, sich bei US-Wahlen einzumischen. Die Wurzel des Problems, so glaubt Paul, bestehe darin, dass die US-Regierung genau das praktiziert, was sie derzeit Russland vorwirft.

„Das amerikanische Volk sollte sich über den Einfluss unserer CIA bei den Wahlen anderer Leute Sorgen machen, ich meine, es geht wahrscheinlich um Hunderte. Es ist ein permanentes Problem", sagte er und ging sogar so weit, auf „Attentate“ anzuspielen, an welchen die CIA angeblich beteiligt war.

Paul führte anschließend die zwei von ihm genannten Aspekte aus und beschrieb eine Art Schattenregierung, die mit den wichtigsten Medien unter einer Decke stecken soll. Der antirussische Narrativ wurde ihm zufolge verbreitet, um „die Auseinandersetzungen zwischen Republikanern und Demokraten zu verstärken“, die er als politisches Theater herabsetzte.

„Unsere Regierung ändert nicht sehr viel“, erklärte Paul. „Die Leute, die hinter den Kulissen die Regierung kontrollieren, sind immer die gleichen. Und ich denke, dass das für die meisten Regierungen gilt.“

Zweifelt an Russlands Einmischung: Der ehemalige US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton.

"Die Propagandisten sind auf der Seite der Leute, die wollen, dass wir auf der ganzen Welt intervenieren, und ich denke, dass sie, weil Trump vorgeschlagen hat, dass wir uns in der Hinsicht ein bisschen zurückhalten sollten, diese Idee vielleicht nicht mögen, und ihn für diesen Ansatz diskreditieren wollen“, sagte Paul.

Zum Thema Fake News, einer anderen umstrittene Frage, die nach dem Wahlergebnis vom November hochkochte, wurde Paul nach der neuen Politik des Unternehmens Facebook gefragt. Sie sieht vor, Fakten zu überprüfen und bringt möglicherweise die Unterdrückung von Nachrichten im News Feed mit sich . 

„Wenn es sich um eine private Organisation handelt“, sagte Paul, „haben sie ein Recht auf Überwachung. Und sie werden wahrscheinlich Fehler machen, aber es ist etwas ganz anderes, wenn ein Unternehmen wie Facebook mit der Regierung zusammenarbeitet. Darin liegt die wirkliche Gefahr“.

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