US-amerikanischer Superzerstörer wird zum Pannenschiff: "Zumwalt" bleibt im Panama-Kanal liegen

US-amerikanischer Superzerstörer wird zum Pannenschiff: "Zumwalt" bleibt im Panama-Kanal liegen
Der Praxiseinsatz der vielgerühmten "USS Zumwalt" steht bislang noch unter keinem guten Stern. Bildquelle: US Navy
Das neue High-Tech-Kriegsschiff der US-Marine, die USS Zumwalt, ist eines Problems mit dem Antrieb wegen im Panamakanal liegen geblieben. Bereits im September musste der Super-Zerstörer repariert werden. Böse Zungen sprechen vom "Pannen-Prestigeobjekt".

Das modernste Kriegsschiff der USA erreichte bei seiner ersten größeren Ausfahrt nur mit Mühe und Not den Panama-Kanal. Das Schiff erlitt eine Panne wegen eines Maschinenschadens, der das Schiff manövrierunfähig machte, räumten US-Militärvertreter ein.

Der Raketenzerstörer war auf dem Weg zu seinem künftigen Heimathafen. Dieser liegt im kalifornischen San Diego. Die Reise angetreten hatte das Schiff von Baltimore an der Ostküste der USA aus.

Laut Medienberichten mussten Schlepper den Raketenzerstörer, der 3,76 Milliarden Euro kostete, am Montag aus dem Kanal ziehen. Die USS Zumwalt wurde auf einen ehemaligen US-Marinestützpunkt am pazifischen Zugang der Wasserstraße geschleppt, berichtete das US Naval Institute auf seinem Nachrichtenportal USNI News. Dort repariert eine Werft nun das Kriegsschiff.

Das ungewöhnlich kantige Wasserfahrzeug erlitt zu allem Überfluss dabei noch "kleinere kosmetische Schäden", als es mit der Kanalwand kollidierte, schrieb die US-Zeitung Portland Press Herald.

Das US-Militär informierte am Dienstag, dass die Reparaturen am Schiff noch weitere zehn Tage andauern könnten. Es ist nicht der erste größere Zwischenfall der USS Zumwalt. Bereits im vergangenen September musste das Schiff repariert werden. Damals machte die Schiffsbesatzung im Antriebssystem ein Meerwasserleck aus.

Bemerkenswert ist, dass die US-Marine am hochmodernen Kriegsschiff Tarnkappentechnologien integriert hat, die bisher nur bei der Luftfahrt Anwendung fanden. Ingenieure bauten das Schiff, damit es vor Radarsystemen getarnt operieren könne. Auf Radarschirmen erscheint der 183 Meter lange und 15.000 Tonnen schwere Zerstörer als ein kleines Fischerboot, was die feindliche Verteidigung in die Irre führen soll. Als besonders modern gilt außerdem, dass der Motor, anders als dies bei herkömmlichen Kampfschiffen der Fall ist, mit 87-Megawatt-Strom betrieben wird. Die Schiffsbesatzung der USS Zumwalt beträgt 150 Mann.

Der Raketen-Zerstörer gehört zu einer Reihe von neuen Zerstörer-Typen, die die US-Marine gegenwärtig produzieren lässt. Insgesamt drei dieser Tarnkappen-Schiffe sollen gebaut werden. Laut offiziellen Militärberichten belaufen sich die Kosten des Projekts insgesamt auf 12 Milliarden Euro.

 

 

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