New York: Attentäter Ahmad Khan Rahami stand seit zwei Jahren unter FBI-Überwachung

New York: Attentäter Ahmad Khan Rahami stand seit zwei Jahren unter FBI-Überwachung
Der Vater des Attentäters meldete seinen Sohn wegen "Terrorismus" beim FBI. Nach seiner Rückkehr aus Afghanistan hatte er psychische Probleme und galt als radikalisiert. Ein kurioser Vorfall mit hinterlegten Bomben brachte das FBI nun auf seine Spur.

Der mutmaßliche Attentäter von New York, Ahmad Khan Rahami, befindet sich seit mindestens zwei Jahren im Register der amerikanischen Sicherheitsbehörden. Laut New York Times gilt inzwischen als bestätigt, dass ausgerechnet der Vater des heute 28-Jährigen seinen Sohn damals den Behörden anzeigte.

Er befürchte, sein Sohn sei ein Terrorist, soll Rahami Senior damals mitgeteilt haben. Die Anzeige hatte sogar eine Untersuchung der Bundespolizei FBI zur Folge. Allerdings hätten die Bundesbeamten damals keine Grundlage für eine umfassendere Untersuchung finden können.

Dies ist auch deshalb erstaunlich, weil Ahmad Khan Rahami in seine Heimat Afghanistan gereist war und im Jahr 2014 sichtlich radikalisiert zurückkehrte, wie die Behörden heute sagen. Er ist in den USA eingebürgert.

Trotz seiner Warnungen, beklagt sich nun sein Vater Mohammad Rahami, habe das FBI die Ermittlungen gegen seinen radikalisierten Sohn „verpfuscht“.

„Sie haben ihren Job nicht gemacht“, so der Vater des Bombenlegers.

Er habe das FBI damals kontaktiert, weil sein Sohn, nachdem er aus Afghanistan zurückgekehrt war, seinen Bruder und seine Mutter mehrmals angegriffen habe. Laut Informationen der US-Behörden habe man den späteren Attentäter damals zwei Monate überwacht, aber keine Verbindungen zum Terrorismus entdeckt. Daher wurden die Untersuchungen damals eingestellt.

Chaos auf New Yorks Straßen. US-Medien kennen den Schuldigen.

„Das FBI hat eine Bewertung der internen Datenbank vorgenommen, ressortübergreifend, und mehrere Gespräche geführt. Nichts davon hat Verbindungen zum Terrorismus aufgedeckt“, so das FBI gegenüber US-Medien.

Auch im unmittelbaren Vorfeld der Anschläge scheint Ahmad Khan Rahami kein großes Geheimnis aus seiner Absicht gemacht zu haben, in den USA einen Anschlag zu verüben. Das Material kaufte er im Verlauf des Sommers beim Online-Händler eBay. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung trug er ein Notizbuch bei sich, in dem seine extremistische Gesinnung und seine Hoffnung festgehalten war, „die Klänge von Bomben in den Straßen zu hören“.

Insgesamt soll Rahami bis zu zehn Bomben an vier verschiedenen Orten auf beiden Seiten des Hudson River hinterlegt haben. Nur zwei der Bomben - in Chelsea und im Seaside Park, explodierten. Ein irritierendes Details zu den nicht explodierten Sprengsätzen berichtet unterdessen die Presse. Angeblich sei die Bombe in einem Schnellkochtopf deshalb nicht explodiert, weil Diebe den Koffer mit der Bombe fanden.

Sie untersuchten den Koffer und nahmen ihn mit. Die darin befindliche Bombe hingegen ließen sie liegen. Allerdings beschädigten sie beim Ausräumen den Zünder. So konnte das FBI von der Bombe später die Fingerabdrücke und SIM-Karte sichern, mit denen Ahmad Khan Rahami identifiziert wurde.