Clintons E-Mail-Leak: Hacker Guccifer zu vier Jahren Haft verurteilt

Marcel Lazar Lehel wird nach seiner Verhaftung am 22. Januar 2014 von maskierten Polizisten abgeführt.
Marcel Lazar Lehel wird nach seiner Verhaftung am 22. Januar 2014 von maskierten Polizisten abgeführt.
Der rumänische Hacker Marcel Lazar Lehel, bekannt unter dem Pseudonym Guccifer, muss für 52 Monate ins Gefängnis. Er war in den privaten E-Mail-Server der damaligen US-Außenministerin Hillary Clinton eingedrungen. Die geleakten Daten belasteten die Präsidentschaftskandidatin schwer.

Hillary Clinton ist das Lächeln noch nicht vergangen, trotz wachsender Indizien für Wahlbetrug gegen Bernie Sanders....

Ein US-Bundesgericht in Alexandria, Virginia, verurteilte den 44-jährigen Lazar zu einer Gefängnisstrafe von 52 Monaten. Vor seinem Haftantritt muss der rumänische Taxichauffeur jedoch vorher noch eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren in seinem Heimatland absitzen.

Lazar hatte sich in den Jahren zwischen 2012 und 2014 Zugang zu 100 E-Mail-Konten prominenter US-Amerikaner verschafft und diese veröffentlicht. Zu den Betroffenen zählten der ehemalige US-Außenminister Colin Powell, Mitglieder der Präsidentenfamilie Bush sowie ein Berater der aktuellen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. 

Durch seine Veröffentlichungen wurde bekannt, dass Hillary Clinton während ihrer Zeit als US-Außenministerin sowohl mehrere Handys als auch ihren privaten E-Mail-Server zur Übermittlung behördlicher Informationen verwendet hatte, anstatt die vom Staat dafür zur Verfügung gestellten Geräte zu benutzen. So sollen Clinton und ihre Mitarbeiter sogar geheime Berichte im Wege von Copy&Paste oder in Form von Screenshots an ihr privates Postfach gesendet haben.

Debbie Wasserman Schultz, Chefin des DNC, hatte zunächst auf

Das FBI ermittelte deshalb gegen die ehemalige Außenministerin wegen des Verdachts einer Gefährdung von Staatsgeheimnissen. Sie wurde jedoch nicht vor Gericht gestellt. 

Die E-Mail-Affäre belastet nach wie vor den Wahlkampf in den USA. Das FBI entdeckte zuletzt weitere 15.000 E-Mails, die Clinton in ihren Vernehmungen vor den Bundesbehörden nicht angegeben hatte.

Momentan werden diese noch ausgewertet. Weitere Untersuchungen können nicht ausgeschlossen werden. 

Während des Prozesses hatte Lazar gestanden, den privaten Mailserver Clintons gehackt zu haben. Da er dafür jedoch keine Beweise vorlegen konnte, wurde das Geständnis nicht als strafmildernd berücksichtigt.