"Tötet den Hurensohn!": Clinton-Stratege Bob Beckel über Wikileaks-Enthüller Julian Assange

Der Aktivist Julian Assange muss seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London bleiben.
Der Aktivist Julian Assange muss seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London bleiben.
Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat am 10. August Archivaufnahmen veröffentlicht, in denen Bob Beckel, der als CNN-Kommentator und Stratege der Hillary-Clinton-Kampagne tätig ist, in Reaktion auf die Veröffentlichung der US-Geheimdokumente öffentlich die gezielte Tötung von Assange fordert. Dazu hätten die USA schließlich Spezialkommandos.

Der nach US-Standards als „liberal“ geltende Kommentator forderte diese Vergeltungsaktion während einer Sendung des erzkonservativen TV-Senders „Fox News“.

Es sei ziemlich einfach, das Wikileaks-Problem zu lösen. Die Vereinigten Staaten hätten Spezialkommandos.

"Ein Toter kann keine Sachen [Informationen] entweichen lassen."

Assange sei ein Landesverräter und er habe jedes Gesetz der Vereinigten Staaten gebrochen. Da Beckel aber gegen die Todesstrafe sei, gebe es nur eine Möglichkeit, das Problem zu beheben, nämlich:

"Den Hurensohn illegal zu erschießen."

Allerdings ist Beckel nicht der einzige, der einen Mord an Assange befürwortet. In den Vereinigten Staaten gehört es zum guten Ton, ihn als "Terroristen" zu bezeichnen und harte Vergeltungsmaßnahmen zu fordern, vor allem auf "Fox News":

Der gebürtige Australier und ehemaliger Hacker ist das öffentliche Gesicht von WikiLeaks. 2010 veröffentlichte die Enthüllungsplattform hunderttausende geheimer US-Dokumente über den Afghanistan- und Irak-Krieg, die zahlreiche Menschenrechtsverbrechen US-amerikanischer Truppen belegten.

Unter anderem wurde laut „Al Jazeera“ bekannt, dass US-Soldaten fast 700 irakische Zivilisten, einschließlich psychisch Kranker und schwangerer Frauen, getötet hatten, da sie zu nahe an Kontrollpunkte gekommen waren.

Im Juni 2012 flüchtete er in die ecuadorianische Botschaft in London, um eine Auslieferung seitens britischer Behörden an Schweden zu entgehen. Seitdem sitzt er dort fest. Die schwedische Staatsanwaltschaft wirft ihm Vergewaltigung vor. Assange bestreitet jedoch die Vorwürfe, und betont, dass es sich um ein politisches Verfahren handelt. Ihm drohe die Auslieferung an die Vereinigten Staaten, wo er als einer der wichtigsten Staatsfeinde betrachtet wird.

Medienberichten zufolge haben sich nun Schweden und Ecuador darauf geeinigt, dass schwedische Staatsanwälte bald Assange in der ecuadorianischen Botschaft befragen dürfen.

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