Ex-Außenministerin Madeleine Albright: „Trumps Wahl wird ein Geschenk für Putin sein“

Ex-Außenministerin Madeleine Albright: „Trumps Wahl wird ein Geschenk für Putin sein“
Der US-amerikanischen Ex-Außenministerin Madeleine Albright zufolge wäre ein Sieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen vor allem ein „Geschenk“ für den russischen Staatschef, Wladimir Putin.

„Die Wahrheit ist, dass der Sieg von Trump im November ein Geschenk für Wladimir Putin wäre. Im Hinblick darauf, was wir von den jüngsten Handlungen Russlands erfahren haben, ist Putin gespannt, Trump als Sieger zu sehen. Das muss jeden Amerikaner beunruhigen“, sagte Albright auf dem Parteitag der Demokratischen Partei.

Hillary Clinton ist das Lächeln noch nicht vergangen, trotz wachsender Indizien für Wahlbetrug gegen Bernie Sanders....

„Glauben Sie es einer Person, die vor dem Eisernen Vorhang geflohen ist. Ich weiß, was passiert, wenn man den Russen grünes Licht gibt“, fügte Albright, bekanntlich in der Tschechoslowakei geboren, hinzu.

Damit bezog sich Albright auf die Behauptung, dass russische Hacker zum Sieg von Trump verholfen hätten, indem sie die Server der Demokratischen Partei geknackt hätten.

 „Viele haben argumentiert, dass Donald Trump unserer Nationalen Sicherheit schaden würde, wenn er zum Präsidenten gewählt würde. Tatsache ist, dass er bereits Schaden angerichtet hat, allein dadurch, dass er für das Präsidentenamt kandidiert. … Er hat unseren Kampf gegen Terrorismus unterminiert, indem er unsere muslimischen Partner befremdet hat.

Er hat unsere Stellung in der Welt geschwächt, indem er damit drohte, sich von unseren Freunden und Alliierten zu distanzieren, und immer mehr Länder ermutigte, sich Atomwaffen zu beschaffen. Als er nach Putin gefragt wurde, sagte er, dass er ihn als Führer mit einer Eins bewerten würde“, erinnerte die Ex-Außenministerin.

Pauschal wertete Albright Trumps außenpolitische Stellung als „katastrophal“. Madeleine Albright bekleidete den höchsten Posten im US-amerikanischen Außenministerium von 1997 bis 2001.

Milliardär Donald Trump schrieb inzwischen auf seinem Twitter-Profil, dass er keine Investitionen in Russland getätigt habe.  

In einem weiteren Tweet nannte er den Grund für derartige Gerüchte:

„Um zu versuchen, von der WikiLeaks-Katastrophe abzulenken, sagen die Demokraten, dass Russland vielleicht mit Trump zu schaffen hat. Verrückt!“

US-Präsident Barack Obama wollte gestern eine "mögliche Mitwirkung" Russlands an der Wahlkampagne des republikanischen Kandidaten "nicht ausschließen".

„Alles ist möglich. Donald Trump hat mehrmals seine Begeisterung für Putin zum Ausdruck gebracht. Ich glaube, dass in Russland über Trump recht positiv berichtet wird“, sagte Obama in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN.

Offiziell habe seine Regierung Russland nicht der Beteiligung an dem Hack beschuldigt, aber Außenminister John Kerry habe diese Frage mit seinem russischen Amtskollegen besprochen, meldet der Sender.

Die rund 20.000 internen E-Mails und Dokumente wurden von WikiLeaks veröffentlicht. Die Unterlagen weisen darauf hin, dass die demokratische Parteiführung bei den Vorwahlen den innerparteilichen Herausforderer von Hillary Clinton, Bernie Sanders, in Verruf bringen wollte. Der nachfolgende Skandal führte zur Rücktrittserklärung der Vorsitzenden des Nationalen Komitees der Demokraten (DNC), Debbie Wasserman Schultz.

Die Affäre verursachte bereits Massenproteste von Sanders-Anhängern. Viele von ihnen seien bereit, am 8. November für Jill Stein, Kandidatin von der US-amerikanischen „Grünen Partei“, zu stimmen. Das kann den Wahlkampf zwischen Clinton und Trump bedeutend beeinflussen, denn laut jüngsten Meinungsumfragen liegt die frühere Außenministerin bereits deutlich hinter dem Milliardär.

Der Kreml-Sprecher dementierte die Vorwürfe, dass der Hacker-Angriff auf Russlands Initiative hin durchgeführt wurde. Er bezeichnete die Behauptung als „absurd“ und fügte hinzu:

„Wir beobachten nach wie vor paranoide Versuche, das Thema Russland während der US-Wahlkampagne zu missbrauchen.“

Der russische Außenminister, Sergej Lawrow, scherzte nur kurz man solle vielleicht den Sohn von Trump zu dem Hack befragen:

„Ich möchte nicht das englische Wort mit vier Buchstaben verwenden“.

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