Hillary Clinton und Donald Trump siegen bei Vorwahlen in New York

Hillary Clinton und Donald Trump siegen bei Vorwahlen in New York
Bei den Vorwahlen der Parteien haben die Favoriten in den beiden Lagern deutlich gewonnen. Der Immobilienmilliardär Donald Trump liegt mit 60,5 Prozent der Stimmen klar vor dem Evangelikalen Ted Cruz. Hillary Clinton gewinnt unter den demokratischen Wählern deutlich mit 57,9 Prozent. Das Team des Sozialisten Bernie Sanders kritisiert "Unregelmäßigkeiten" bei den Wahllisten.

Die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton gewann die Vorwahlen unter den Parteigängern der Demokratischen Partei deutlich gegen ihren Herausforderer, den Sozialisten Bernie Sanders. Damit konnte sie den zuletzt immer geringeren Abstand wieder ausbauen, den sie unter den Delegierten der Partei hatte. Das Establishment der Partei steht ohnehin hinter der Gattin von Ex-Präsident Bill Clinton.

Zwar konnte Bernie Sanders in zahlreichen Stadtteilen gewinnen, unter anderem im Brooklyner Stadtteil Greenpoint. Aber insgesamt lag Hillary Clinton in allen Bevölkerungsgruppen deutlich vor dem Sozialisten. In den bevölkerungsreicheren Gegenden war ihr Vorsprung zudem deutlicher ausgeprägt, als der moderate Abstand von Sanders, der seine Stadtteile mit einem Prozentsatz zwischen 54 und 64 Prozent gewann. Clinton lag hingegen in den zehn wichtigsten Gegenden mit 75 bis 80 Prozent vorne.

Unterstützer von Bernie Sanders hatten bereits im Vorfeld kritisiert, dass in New York nur Parteimitglieder abstimmen durften, die sich bereits im Oktober vergangenen Jahres eingeschrieben hatten. Dies dürfte der Grund dafür sein, dass die ungeheure Mobilisierung des 74-jährigen Sanders in den vergangenen Wochen in New York weitgehend wirkungslos blieb.

Zudem hatte die Wahlkomission 126.000 Stimmen "aus regulatorischen Gründen" für ungültig erklärt. Der Prüfer der Stadt New York, Scott Stringer, ordnete eine Untersuchung an und warf dem demokratischen Wahlausschuss in einem Brief vor, "unorganisiert, chaotisch und ineffizient" zu arbeiten.

Nach ersten Berechnungen der US-Fernsehsender kann Donald Trump etwa 90 der 95 zur Wahl stehenden Delegierten in New York gewinnen. Das würde seinen Vorsprung von bisher knapp 300 Delegierten vor Ted Cruz deutlich ausbauen. Es ist aber noch keine Garantie dafür, dass der Milliardär nach der letzten Vorwahl in Kalifornien am 7. Juni die notwendigen 1237 Delegierten erreicht.

Sowohl Hillary Clinton als auch Donald Trump gaben sich in der vergangenen Nacht siegessicher. Zwar gab noch keiner der konkurierenden Kandidaten auf, aber Medien und Parteien behandeln die gestrigen Gewinner als gesetzt. Die Vorwahlen laufen noch bis Mitte Juli. Dann werden auf den Parteitagen die Präsidentschaftskandidaten offiziell gekürt.