Nordamerika

Rekordüberschwemmungen: Yellowstone-Nationalpark nach Überflutung wohl länger geschlossen

Aufgrund der durch Überschwemmungen stark beschädigten Infrastruktur wird der Yellowstone-Nationalpark in den USA wahrscheinlich für längere Zeit geschlossen bleiben. Nach einer rasanten Schneeschmelze und heftigem Regen wüteten Fluten durch das Areal.
Rekordüberschwemmungen: Yellowstone-Nationalpark nach Überflutung wohl länger geschlossenQuelle: AP © AP Photo/Matthew Brown

Nach beispiellos heftigen Überschwemmungen ist der Yellowstone-Nationalpark in den USA bis auf Weiteres geschlossen. Tagelanger Regen und eine rasante Schneeschmelze haben in Teilen des südlichen Montana und des nördlichen Wyoming Verwüstungen angerichtet, Hütten weggespült, Kleinstädte überschwemmt und die Stromversorgung lahmgelegt. Womöglich wurden Landschaften für immer verändert.

Die Parkverwaltung sprach am Montag von "Rekordüberschwemmungen", die Straßen, Brücken und Gebäude weggespült haben. Außerdem warnte sie vor abstürzenden Felsen, Schlammlawinen und allgemein "extrem gefährlichen Bedingungen" im Park. Wegen der Lebensgefahr wurden mehr als 10.000 Besucher evakuiert, und die Eingänge sind jetzt geschlossen.

"Wir werden den Zeitpunkt der Wiedereröffnung des Parks erst kennen, wenn das Hochwasser zurückgegangen ist und wir die Schäden im gesamten Park beurteilen können", erklärte der Parkbetreiber. Luftaufnahmen, die am Montag über dem Yellowstone-Nationalpark angefertigt wurden, zeigen erhebliche Schäden an mehreren Straßenabschnitten.

Viele Straßenabschnitte seien völlig zerstört, auch Brücken und Kläranlagen müssten überprüft werden, hieß es am Dienstag auf der Website. Hunderte von Häusern in den umliegenden Gemeinden sind beschädigt. Der Nationalpark könnte für die Dauer bis zu einer Woche geschlossen bleiben. Und die nördlichen Eingänge werden in diesem Sommer möglicherweise gar nicht wieder geöffnet, sagte Superintendent Cam Sholly der Nachrichtenagentur AP. "Ich habe gehört, dass dies ein tausendjähriges Ereignis ist, was auch immer das heutzutage bedeutet. Sie scheinen immer häufiger aufzutreten." Laut Sholly sind an diesem Wochenende weiterer Überschwemmungen möglich, so lauten einige Wettervorhersagen.

Dieser älteste Nationalpark der USA liegt nahezu vollständig im Bundesstaat Wyoming, reicht aber bis nach Idaho und Montana. In Red Lodge, einer Stadt mit 2.100 Einwohnern, die ein beliebter Ausgangspunkt für eine landschaftlich reizvolle Route in das Yellowstone-Hochland ist, trat ein durch die Stadt fließender Bach über die Ufer und überschwemmte die Hauptverkehrsstraße, so dass einen Tag später bei strahlendem Sonnenschein Forellen auf der Straße schwammen.

Anwohner beschrieben laut AP eine erschütternde Szene, in der sich das Wasser innerhalb weniger Stunden von einem Rinnsal zu einem Sturzbach entwickelte. Die Flut stürzte Telefonmasten um, riss Zäune um und spülte tiefe Rinnen in den Boden eines Viertels mit Hunderten von Häusern.

Das Unwetter traf den Park zu einem Zeitpunkt, als die Sommersaison, die Millionen von Besuchern anlockt, im Jahr seines 150-jährigen Bestehens ihren Höhepunkt erreichte. Juni ist normalerweise einer der verkehrsreichsten Monate im Yellowstone-Park. Unternehmen hatten gerade erst begonnen, sich von dem durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Tourismusrückgang zu erholen, und auf ein gutes Jahr gehofft.

Mark Taylor, Eigentümer und Chefpilot von Rocky Mountain Rotors, erklärte, dass sein Unternehmen  in den vergangenen zwei Tagen etwa 40 zahlende Kunden ausgeflogen habe, darunter zwei Frauen, die "hochschwanger" waren. Ausgelöst wurden die Fluten durch heftige Regenfälle und eine besonders rasche Schneeschmelze. 

Der Mittlere Westen und die Ostküste der USA wurde zugleich von einer Hitzewelle heimgesucht, während andere Teile des Westens unter einer frühen Waldbrandsaison leiden, die durch die anhaltende Trockenheit die Häufigkeit und Intensität der Brände erhöht hat, die teils über tausend Kilometer weit entfernt zu sehen waren.

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