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Tausende Trump-Anhänger protestieren in Washington gegen "gestohlene Wahlen"

Tausende Trump-Anhänger protestieren in Washington gegen "gestohlene Wahlen"
Demonstranten vor dem Weißen Haus
In Washington haben sich Tausende Trump-Anhänger versammelt, um gegen die ihrer Meinung nach "gestohlenen Wahlen" zu protestieren. Donald Trump ließ sich kurz in seinem Auto bei der Demo blicken. Seiner Zukunft als Präsident ist sich Trump nicht mehr sicher.

In Washington protestierten am Samstag Tausende Trump-Anhänger gegen den ihrer Meinung nach betrügerischen Wahlsieg von Joe Biden. Von den Organisatoren wurde die Demonstration als "die größte Trump-Kundgebung in der Geschichte" angekündigt. Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany sprach bei Twitter von einer Million Teilnehmer, Einschätzungen von Beobachtern und Medien reichten von einigen Tausend bis gut 10.000.

Die Organisatoren der Kundgebung hofften, Tausende von Menschen in die Hauptstadt zu locken. Auf Videomaterial des Journalisten Heshmat Alavi, das über soziale Medien verbreitet wurde, waren kilometerlange Konvois von Pick-up-Trucks auf dem Weg nach Washington zu sehen. 

Das Video, das an einem unbekannten Ort gedreht wurde, zeigt den Verkehr im Stillstand, während die mit US-Flaggen und "Make America Great Again"-Bannern geschmückten Pick-up-Trucks auf die Hauptstadt zusteuerten.

Bei der Kundgebung traten mehrere Kongressabgeordnete der Republikanischen Partei sowie der InfoWars-Moderator Alex Jones und weitere rechtsgerichtete Redner auf. "Wir sind keine schweigende Mehrheit", riefen die Versammelten zusammen mit einer Rednerin.

Redner bei der Demonstration auf dem Freedom Plaza unweit des Weißen Hauses hielten sich an Trumps Darstellung, dass ihm der Sieg durch massiven Wahlbetrug genommen worden sei. Sie versprachen weiterzukämpfen und beschimpften Medien, die zu Unrecht Biden zum Wahlgewinner erklärt hätten. "Fox News sind Feinde des Volkes!", rief einer der Redner in die Menge. Der Kanal aus dem Medienimperium von Rupert Murdoch war lange der Haussender von Trump – rückte zuletzt aber merklich von ihm ab. 

Donald Trump winkte den Versammelten auf dem Weg zum Golf-Club aus einem gepanzerten Fahrzeug zu, während seine Anhänger "USA, USA!" riefen. Er hatte am Vortag in Aussicht gestellt, dass er bei den Demonstranten vorbeischauen und seine Fans begrüßen würde. "Stoppt den Diebstahl!", war ein Motto für den Marsch der Trump-Anhänger.

Weil an der Kundgebung auch rechte Milizen teilnahmen, herrschte eine besonders große Polizeipräsenz in der amerikanischen Hauptstadt, um Zusammenstöße mit Anti-Trump-Veranstaltungen vor dem Gebäude des Obersten Gerichtshofs zu verhindern. Der "Millionen MAGA March'' war in den sozialen Medien stark beworben worden. Weite Teile der Innenstadt waren abgesperrt.

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Laut Edison Research kommt der demokratische Herausforderer Trumps, Joe Biden, auf insgesamt 306 Wahlleute, Trump auf 232. Nötig für einen Sieg sind 270 Wahlleute. Bei seinem Sieg 2016 konnte Trump ebenfalls genau 306 Wahlleute auf seine Seite ziehen.

Trump und seine Anhänger erklärten den scheinbaren Wahlsieg Bidens in der vergangenen Woche jedoch für betrügerisch und bezeichneten die Abstimmung als "manipuliert". Das Wahlkampfteam des Präsidenten reichte in mehreren wichtigen Swing-Staaten eine Reihe von Klagen ein, die unter anderem auf Computerbetrug, illegal rückdatierte Stimmzettel und Auszählungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Städten der Demokraten abzielen.

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Zahlreiche Staatsanwälte wollen der Anordnung von Justizminister William Barr zur Überprüfung des Ergebnisses der US-Präsidentenwahl einem Zeitungsbericht zufolge nicht nachkommen. In einem gemeinsamen Brief forderten 16 Staatsanwälte Barr auf, seine Anweisung von Montag zurückzunehmen, berichtete am Freitag die Washington Post, die den Angaben zufolge das Schreiben einsehen konnte. Die Staatsanwälte hätten keine Kenntnis von außergewöhnlichen Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Stimmen. Zudem würden sie durch die Anordnung in die Parteipolitik hineingezogen.

Bislang räumte Trump seine Niederlage aber noch nicht ein, sondern reichte Klagen in mehreren Bundesstaaten ein. Experten erwarten nicht, dass die Klagen Aussicht auf Erfolg haben. Am Donnerstag hatten US-Sicherheitsbehörden Betrugsvorwürfe zurückgewiesen.

Am Freitag deutete Trump vorsichtig an, dass er den Ausgang der Wahl doch akzeptieren könnte. In der Corona-Krise schloss er einen landesweiten Lockdown unter seiner Regierung aus. "Hoffentlich wird die, äh – was auch immer in der Zukunft passiert. Wer weiß, welche Regierung es sein wird. Die Zeit wird es zeigen", sagte Trump am Freitag bei seiner ersten Ansprache seit der Feststellung des Gesamtsiegs von Biden am vergangenen Samstag.

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