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Meta-Irreführung? Twitter stuft RT-Kritik über angeblich irreführende Inhalte als irreführend ein

Meta-Irreführung? Twitter stuft RT-Kritik über angeblich irreführende Inhalte als irreführend ein
Die Social-Media-Plattform Twitter stuft Beiträge von RT offenbar gern als "irreführend" ein.
In der Debatte um die Einschränkung von RT durch die Social-Media-Plattform Twitter gibt es neue Entwicklungen: RT fragte in Form eines Tweets, warum der Beitrag als irreführend eingestuft wurde. Twitter stufte den neuen Beitrag nun ebenfalls als irreführend ein.

Wie wir berichteten, hatte das soziale Netzwerk Twitter einen Bericht von RT über die US-Präsidentschaftswahl als angeblich irreführend klassifiziert. In der RT-Reportage auf Twitter wurden verschiedene US-Politiker zitiert, die Verstöße bei den US-Wahlen wegen der Corona-Lage für möglich hielten. Nach der Veröffentlichung wurde der Beitrag von Twitter als angeblich irreführend gekennzeichnet.

RT kritisierte dieses Vorgehen unter anderem in einem weiteren Tweet:

Twitter hat einen Tweet von RT als möglicherweise 'irreführend für eine Wahl oder einen anderen staatsbürgerlichen Prozess' bezeichnet. Wir haben die soziale Plattform nach dem Grund gebeten, denn wir sind ziemlich sprachlos über einen solchen Schritt. 'WARUM?!' ist wirklich alles, was wir sagen können!

Um das Ganze noch irritierender zu machen, stufte Twitter den Beitrag, in dem RT die Einstufung kritisierte, ebenfalls als "potenziell irreführend" ein. Retweets und Replies zu dem Beitrag sind nun nicht mehr möglich.

Nach den Richtlinien des Unternehmens soll Twitter nicht dazu genutzt werden, um Beiträge zu posten oder zu teilen, die in "irreführender oder manipulativer Weise" in staatsbürgerliche Prozesse wie Wahlen eingreifen. Beiträge dieser Art werden entsprechend gekennzeichnet. Inwiefern die Nachfrage, warum ein Beitrag irreführend sein soll, nun selbst irreführend ist, wurde von der Social-Media-Plattform bisher nicht beantwortet.

Erst Anfang August hatte Twitter den kompletten RT-Account mit einer Markierung versehen, die auf eine "direkte oder indirekte Verbindung des Medienkonzerns mit dem Staat" hinweist. Das bedeutet, dass der Account eingeschränkte Rechte hat und auch nicht mehr in Empfehlungen erscheint.

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