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USA werfen Moskau erneut internationale Hackerangriffe vor: Olympia und Präsidentschaftswahlen

USA werfen Moskau erneut internationale Hackerangriffe vor: Olympia und Präsidentschaftswahlen
Olympia 2018 und Präsidentenwahl in Frankreich: USA werfen Moskau internationale Hackerangriffe vor (Symbolbild)
Das US-Justizministerium hat Russland erneut die Verantwortung für mehrere Cyberattacken der vergangenen Jahre gegeben. Die russische Botschaft in Washington wies die Vorwürfe vehement zurück und behauptete, sie würden lediglich dem Schüren von Russophobie dienen.

Laut der am Montag veröffentlichten Klageschrift richten sich die Anschuldigungen gegen sechs mutmaßliche Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU, berichtete die Zeitung Associated Press. Sie sollen angeblich mit zahlreichen groß angelegten Attacken der jüngsten Zeit in Verbindung stehen.

Zu den Zielen der Angriffe zählen laut Angaben der US-Justizbehörde unter anderem die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea, die Präsidentschaftswahlen 2018 in Frankreich und das Stromnetz in der Ukraine. Auch Georgien und die USA selbst sowie das internationale Ermittlerteam, das an der Untersuchung des Giftanschlags auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergei Skripal und seine Tochter Julija beteiligt war, seien von der subversiven Tätigkeit der Hacker betroffen gewesen.

Die Hacker sollen die Behörden der betroffenen Länder außerdem mit dem Schadprogramm NotPetya erpresst haben, verlautete es ferner aus der Anklage. In die Eingriffe sei laut der Auffassung der US-Justiz außerdem dieselbe GRU-Abteilung involviert, die im Jahr 2016 hinter der angeblichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahlen gestanden haben soll. Die Cyberangriffe hätten einen Schaden in Milliardenhöhe verursacht, hieß es.

Den Anschuldigungen schlossen sich auch die Behörden in London an. Ihnen zufolge soll die vermeintliche Hackereinheit auch Organisatoren der Olympischen Sommerspiele in Tokio in diesem Jahr ausgespäht haben, schrieb die Nachrichtenagentur Reuters. Die Olympiade wurde angesichts der weltweiten Corona-Pandemie vorerst auf das kommende Jahr verschoben.

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In einem Statement konterte die russische Botschaft in Washington die Vorwürfe der USA und Großbritanniens gegen sechs russische Staatsbürger. Ein Vertreter der Botschaft wird von RIA Nowosti wie folgtzitiert:

Es liegt auf der Hand, dass solche informativen Anlässe mit der Realität nichts zu tun haben und lediglich darauf abzielen, russophobe Stimmungen in der US-amerikanischen Gesellschaft anzuheizen sowie eine Hexenjagd und Spionagewahn anzustiften. All das kennzeichnet seit bereits mehreren Jahren das politische Leben in Washington. Die US-Behörden zerstören konsequent die einst pragmatischen russisch-amerikanischen Beziehungen und drängen ihrer Bevölkerung eine toxische Wahrnehmung Russlands und all dessen, zu dem es einen Bezug hat, auf.

Destabilisierende Aktionen sind nie das Ziel der russischen Außenpolitik gewesen und sind es auch heute nicht, da diese den nationalen Interessen des Landes nicht entsprechen, fügte der diplomatische Vertreter hinzu. Er betonte, dass Russland die Souveränität anderer Staaten achtet und sich nicht in deren inneren Angelegenheiten einmischt.

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Ihrerseits erteilte die Botschaft der Russischen Föderation in Großbritannien der Regierung des Gastgeberlands eine gehörige Abfuhr in einer längeren Erklärung:

Anschuldigungen gegen Russland über angebliche Cyber-Angriffe (die im Allgemeinen keinen Sinn hätten), die fast jeden zweiten Tag aus dem offiziellen London ertönen, sehen wir als eine neue Welle unprovozierter, böswilliger Ausfälligkeiten an.Da diese Anschuldigungen keinen echten Inhalt haben, sehen wir keinen Sinn darin, sie in der Sache zu kommentieren.

Immerhin sind internationale Mechanismen zur Klärung von Cybervorfällen längst etabliert worden, mahnte die Botschaft. Man müsste sie nur nutzen:

Es sei nur angemerkt, dass der britischen Seite die bestehenden Mechanismen der professionellen Zusammenarbeit im Falle verdächtiger Aktivitäten in Computernetzwerken sehr wohl bekannt sind. Russland hat eine solche Zusammenarbeit mit vielen Ländern aufgebaut – westliche Länder eingeschlossen. Diese Mechanismen ignoriert das Vereinigte Königreich.

Der Künstler Davide Dormino mit John Shipton, dem Vater von Julian Paul Assange, vor dem Kölner Dom.

Für derartiges Verhalten bleibt den Diplomaten nur eine logische Erklärung offen – das offizielle London führt eine Schmierkampagne zur Schädigung der Beziehungen Russlands mit Drittstaaten, nicht zuletzt den USA, Südkorea und Japan:

Offensichtlich stellt man sich in London nicht die Aufgabe, angebliche Cyber-Zwischenfälle zu entwirren, sondern dieses Thema für eine konsequente Desinformationskampagne zur Verunglimpfung Russlands auszunutzen. Die aktuelle Runde dieser Kampagne scheint zeitlich mit den bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen zusammenzufallen. Das offensichtliche Ziel ist es, so viele Trumpfkarten für künftige Vorwürfe gegen Russland wegen angeblicher Einmischung in die Wahl zu sammeln wie möglich – und jegliche Besserung der russisch-US-amerikanischen Beziehungen nach den Wahlen zu verhindern.

Mittels des Themas der Olympischen Spiele in Südkorea und Japan aber versuchen die Briten, auch die konstruktiven Beziehungen Russlands zu diesen Ländern zu ruinieren. Und das ist nicht neu, wenn man bedenkt, wie sehr sich London bemühte, einen Keil in unsere Beziehungen beispielsweise zur Ukraine und zu Georgien zu treiben.

Diese 'Bemühungen' sind destruktiv für die russisch-britischen Beziehungen und das internationale Ansehen Großbritanniens.

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