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Nach Afghanistan in einer Stunde: Pentagon will mit SpaceX eine neue Schwerlastrakete bauen

Nach Afghanistan in einer Stunde: Pentagon will mit SpaceX eine neue Schwerlastrakete bauen
Start der "Falcon 9"-Schwerlastrakete von SpaceX am 31. Mai
Ohne gesicherten Nachschub kann kein Krieg gewonnen werden. Das ist den US-Militärs in Washington nur zu bewusst, die ihre Truppen in verschiedenen Erdteilen mit Waffen und Munition versorgen müssen. Mit Raketen könnte die Transportzeit drastisch reduziert werden.

Vor über 2.000 Jahren musste der römische Feldherr Pompeius im Spanienkrieg feststellen, dass eine starke Streitmacht nicht immer ausreicht, um einen clever agierenden Gegner wie Sertorius zu besiegen. Dieser brachte den Römer an den Rand der Niederlage, weil er seine Truppen vom Nachschub abschnitt. Nur eine Verschwörung innerhalb des eigenen Lagers verhinderte dieses Debakel.

Der militärische Nachschub von Waffen und Munition, aber auch von Nahrungsmitteln und Medizin ist für einen erfolgreichen Einsatz mindestens so wichtig wie die Ausbildung, Ausrüstung und Disziplin der Soldaten auf dem Schlachtfeld. Für die USA, die global agieren und ihre Truppen in entlegene und zum Teil schwer zugängliche Gebiete schicken, gilt das umso mehr.

Der seit 19 Jahren andauernde Krieg in Afghanistan wäre schnell beendet gewesen, wenn nach Russland auch Pakistan den Landkorridor durch das eigene Gebiet für die US-Logistik geschlossen hätte – dann wäre kein Nachschub mehr für die Tausende von Soldaten in dem zentralasiatischen Land möglich gewesen. Bis Ende 2014 verliefen etwa 40 Prozent des Nachschubs für die US-angeführten NATO-Koalitionstruppen über Russland, danach blieb nur noch Pakistan übrig.

Da aber auch die Lkw-Konvois gerade in den paschtunischen Stammesgebieten entlang der von Großbritannien künstlich gezogenen Durand-Linie immer wieder Ziel von Angriffen wurden, mussten die US-Planer vermehrt auf teurere Lufttransporte zurückgreifen. Den C-17-Globemaster-III-Militärtransportflugzeugen der US-Luftstreitkräfte kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu.

Die Flugzeit von Tampa/Florida, dem Hauptsitz des für Afghanistan verantwortlichen US Central Command (CENTCOM), nach Bagram oder Kandahar beträgt rund 15 Stunden. Das für die Logistik der US-Armee zuständige US Transportation Command (TRANSCOM) forscht nach Möglichkeiten, die Lieferzeiten nicht nur nach Afghanistan, sondern an jeden beliebigen Ort auf der Welt extrem zu verkürzen. Genauer gesagt sollten diese etwa eine Stunde betragen!

Dafür wurde ein erster Vertrag mit SpaceX geschlossen, um die Kosten und Machbarkeit eines solchen Programms auszuloten, wie TRANSCOM-Chef General Steve Lyons bei einer Veranstaltung vergangene Woche bekannt gab. Das war der zweite Vertrag innerhalb weniger Tage, den das Unternehmen von Tesla-Chef Elon Musk mit dem US-Verteidigungsministerium schloss. So soll SpaceX vier Satelliten für 149 Millionen US-Dollar bauen, um den Abschuss von ballistischen Interkontinentalraketen aufzuspüren.

Wie die britische Times General Lyons zitiert, soll das "Äquivalent einer C-17-Ladung überall auf dem Globus in weniger als einer Stunde" geliefert werden können. Wenn es nach den Vorstellungen der US-Planer ginge, sollen mit einer Schwerlastrakete von SpaceX bis zu 80 Tonnen mit einer Geschwindigkeit von 7.500 Meilen pro Stunde (ca. 12.000 km/h) transportiert werden. Weiter sagte er:

Ich kann Ihnen sagen, dass SpaceX sehr, sehr schnell vorankommt auf diesem Gebiet. Ich bin wirklich begeistert von dem Team, das für SpaceX arbeitet.

Mit "Falcon 9" verfügt Musks Unternehmen bereits über eine wiederverwendbare Lastrakete, die eine Ladung von 22 Tonnen aufnehmen und vertikal am gewünschten Zielort landen kann.

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