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Trump will Truppen aus Wirtschaftskriegen des Pentagons zurückziehen

Trump will Truppen aus Wirtschaftskriegen des Pentagons zurückziehen
Das Pentagon würde junge Menschen in den Krieg schicken, um die wirtschaftlichen Interessen von Rüstungskonzernen zu sichern, erklärte US-Präsident Trump am Montag. Der verbale Angriff gegen den militärisch-industriellen Komplex erinnert an den ehemaligen US-Präsidenten Eisenhower.

In einer Pressekonferenz hat US-Präsident Donald Trump mit seinen Äußerungen zur militärischen Führung der USA einen Streit entfacht. Laut Trump würde die Führung im Verteidigungsministerium die "Jugend in verrückte, endlose Kriege entsenden". Dies geschehe, da das Pentagon nichts anderes machen wolle, als Kriege zu führen, um die Rüstungskonzerne, welche Bomben und Flugzeuge und "alles andere" produzierten, bei Laune zu halten.

US-Präsident Donald Trump spricht auf dem NATO-Gipfel in Watford, Großbritannien. 4. Dezember 2019.

Dabei stellte sich Trump auf die Seite der Soldaten und grenzte diese von der Führung ab:

Ich sage nicht, dass das Militär in mich verliebt ist, die Soldaten sind es, die Spitzenleute im Pentagon sind es wahrscheinlich nicht.

Trump soll sich bei einem Besuch in Frankreich im Jahr 2018 negativ über gefallene Soldaten geäußert haben. The Atlantic hatte berichtet, der US-Präsident hätte aufgrund seiner Frisur einen Besuch auf einem Soldatenfriedhof abgesagt und die dort beerdigten Soldaten als "Loser" (Verlierer) beleidigt. Diese Aussagen wurden jedoch dementiert.

In der Pressekonferenz sprach Trump weiterhin davon, die US-Soldaten wieder nach Hause zu bringen und sich aus den "endlosen Kriegen" zurückzuziehen:

Aber wir kommen aus den endlosen Kriegen heraus (...) Ich sage, das ist gut. Lasst uns unsere Soldaten nach Hause bringen.

Dies scheint mit der angeblich geplanten Anstellung von William Ruger als Botschafter in Afghanistan übereinzustimmen, der als Befürworter für einen kompletten Truppenabzug bekannt ist.

Wie zu erwarten war, erntete der US-Präsident scharfe Kritik für seine Äußerungen. Ihm wurde vorgeworfen, als erster US-Präsident überhaupt die US-Militärführung öffentlich beschuldigt zu haben, aus finanziellen Gründen Kriege herbeizuführen.

Diese Darstellung wird allerdings mit Hinweisen auf den ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower widerlegt, der bereits im Jahr 1961 in seiner Abschiedsrede vor dem militärisch-industriellen Komplex warnte. So ergriff Glenn Greenwald auf Twitter das Wort und kommentierte die Vorwürfe:

Der amtierende Verteidigungsminister der USA, Mark Esper, der zuvor einen Posten bei dem Rüstungskonzern Raytheon besetzt hate, äußerte sich bislang nicht zu den Aussagen des Präsidenten.

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