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Rekordverdächtiger Hitzewert im US-Nationalpark Death Valley: 54,4 Grad gemessen

Rekordverdächtiger Hitzewert im US-Nationalpark Death Valley: 54,4 Grad gemessen
Rekordverdächtiger Hitzewert im US-Nationalpark Death Valley: 54,4 Grad gemessen (Archivbild)
Der Death-Valley-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien gilt als eine der trockensten und heißesten Gegenden der Erde. Jetzt wurden rekordverdächtigen 54,4 Grad Hitze gemessen. Damit scheint sogar der bisherige Weltrekord überboten worden zu sein.

Der Nationale Wetterdienst der USA twitterte am Sonntagnachmittag, dass die Hitze am Besucherzentrum Furnace Creek (dt. etwa: Schornsteinbach) im Tal des Todes 130 Grad Fahrenheit (rund 54,4 Grad Celsius) erreicht habe. Das wäre eine der höchsten jemals gemessenen Temperaturen – falls der Wert bestätigt wird.

Offiziell gehört der Weltrekord zur Messung aus dem Jahr 1913. Damals sollen im Death Valley unglaubliche 56,7 Grad Celsius gemessen worden sein. Der Wetter-Historiker Christopher Burt kam bei seiner Untersuchung im Jahr 2016 jedoch zu dem Schluss, dass der Wert meteorologisch gesehen nicht möglich gewesen sei. Dies sei wahrscheinlich auf einen Beobachtungsfehler zurückzuführen, hieß es. Auch der zweithöchste Messwert, 55 Grad in Kebili in Tunesien, hat Burt zufolge ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Probleme mit fehlerhaften Messungen gibt es immer wieder. Lange führte der Ort El Asisija in Libyen die Liste der heißesten Orte der Erde an. Dort wurde im September 1922 eine Temperatur von 58 Grad Celsius festgestellt. Vor einigen Jahren machte die Weltorganisation für Meteorologie dann jedoch einen Rückzieher. Der Wert konnte wegen Problemen mit den Instrumenten und einer Messung auf asphaltähnlicher Oberfläche nicht weiter anerkannt werden. Weiterhin Gültigkeit haben dagegen die im Juli 2016 in Mitribah in Kuwait gemessenen 54 Grad.

Das Tal des Todes ist trotz seiner Nähe zum Pazifik der heißeste, trockenste Ort und mit bis zu 86 Metern unter dem Meeresspiegel einer der tiefsten Stellen in den USA. Dies liegt daran, dass sich die feuchten Winde auf ihrem Weg vom Pazifik an fünf Bergrücken abregnen, bevor sie über das Gebiet des Parks ziehen können. Die Form des schmalen Beckens trägt dabei maßgeblich zu den Temperaturen bei, denn die steilen Berge darum strahlen die Hitze zurück ins Tal. Zudem sorgen die klare und trockene Luft sowie der spärliche Bewuchs von Pflanzen dafür, dass der Boden sich im Sonnenlicht stark erwärmt.

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(rt/dpa)

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