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Während Berichterstattung über Proteste in Portland: Russische Journalisten schwer angegriffen

Während Berichterstattung über Proteste in Portland: Russische Journalisten schwer angegriffen
Die Stadt Portland wurde in den letzten Wochen immer wieder zu Kulisse schwerer Unruhen.
Zwei russische Journalisten wurden bei Filmaufnahmen einer heftigen Konfrontation vor dem Bundesgericht in Portland bei einem Angriff durch Polizisten verletzt. Ein Beamter setzte einen Schlagstock ein, die Filmausrüstung wurde beschädigt.

Wjatscheslaw Archipow, Kameramann des russischen Fernsehsenders Kanal Eins, berichtet, er sei mit einem Schlagstock geschlagen und auf den Boden geworfen worden. Ein Polizist habe seine Kamera zertrümmert. Archipows Kollegin Julija Olchowskaja, Korrespondentin bei Kanal Eins, wurde ebenfalls angegriffen, als sie den Protest mit ihrem Smartphone filmte. Ein Beamter nahm ihr das Gerät ab und stieß sie zu Boden, so Archipow.

Ein Sprecher von Kanal Eins erklärte, die beiden Journalisten seien bei dem Vorfall nicht ernsthaft verletzt worden, der Schaden an ihrer Ausrüstung sei aber möglicherweise erheblich.

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Nach dem Vorfall erklärte Olchowskaja, Archipow sei härter angegriffen worden als sie selbst. "Ein Offizier schlug ihn mit aller Kraft mit dem Schlagstock auf den rechten Arm, während ein anderer seine Kamera packte und zertrümmerte", sagte sie in einem Interview. Ihrem Bericht zufolge trugen die Beamten, als sie aus dem Gerichtsgebäude kamen, khakifarbene Kleidung. Dies deute darauf hin, dass es sich eher um Bundespolizisten als um Beamte der örtlichen Polizei handele.

Beide Journalisten waren als Pressevertreter gekennzeichnet, als sie von den Beamten angegriffen wurden. Olchowskaja behauptet, es sei unwahrscheinlich, dass die Sicherheitskräfte "ihre Pressezugehörigkeit nicht erkennen" konnten. Zuvor war die Filmcrew von einer Schwade Tränengas überrascht worden, als die Polizei gegen die Demonstranten vorging.

Infolge des Vorfalls richtete die russische Botschaft in Washington eine Protestnote an das US-Außenministerium. Botschafter Anatoli Antonow bezeichnete den Angriff auf das Fernsehteam als empörend und forderte eine "gründliche Untersuchung des Vorfalls". Er wies auch darauf hin, dass die US-Diplomaten noch immer keine Stellungnahme auf eine frühere Protestnote der Botschaft über einen ähnlichen Angriff auf russische Journalisten durch die Polizei in Minneapolis im Mai abgegeben hätten.

Seit mehr als zwei Monaten finden gewalttätige Proteste vor dem Bundesgericht in Portland statt. Die Stadt erlebt einen Anstieg der Gewalt, nachdem die Regierung unter US-Präsident Donald Trump zusätzliche Sicherheitskräfte der Bundespolizei entsandt hat.

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