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Alle Jahre wieder: Kanye West will US-Präsident werden

Alle Jahre wieder: Kanye West will US-Präsident werden
Kourtney Kardashian, Kim Kardashian und Kanye West (v.l.) während einer Modenschau in Paris, Frankreich, am 01. März 2020.
Der US-Rapper Kanye West will ins Rennen um die nächste US-Präsidentschaft einsteigen. Wie ernst er es meint, ist auch diesmal unklar. In vielen US-Staaten ist es schon zu spät, um auf den Stimmzettel zu kommen. Doch einen prominenten Unterstützer hat er schon.

Der amerikanische Rapper Kanye West (43) hat erneut angekündigt, für die US-Präsidentschaft zu kandidieren. "Wir müssen nun das Versprechen Amerikas erkennen, mit Gottvertrauen, einer einigenden Vision und dem Schaffen einer Zukunft", schrieb der Musiker am Samstag auf Twitter. Darunter packte er den Hashtag #Vision2020 inklusive US-Flagge. Worin genau diese Vision besteht, erklärte er nicht.

Der für öffentlichkeitswirksame und auch gerne mal verstörende Ankündigungen bekannte Rapper – Ehemann von TV-Star und Unternehmerin Kim Kardashian (39) – machte auch keine weiteren Angaben, ob er noch zur Wahl in diesem Herbst ins Rennen ziehen wolle.

Der damalige nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, bei einer Pressekonferenz im berühmten King David Hotel in Jerusalem am 22. August 2018.

Am Wochenende blieb auch unklar, ob West jenseits des Tweets überhaupt eine ernsthafte Wahlkampf-Struktur unterhält: In der Datenbank der landesweiten Wahlkommission FEC gibt es unter dem Namen Kanye Omari West keinen Hinweis, dass er die nötigen Dokumente eingereicht haben könnte.

Weil mit Donald Trump bei den Republikanern und Joe Biden bei den Demokraten die beiden wichtigen Parteien ihre Kandidaten bestimmt haben, könnte West höchstens als Unabhängiger ins Rennen gehen. Allerdings ist die Frist, um überhaupt auf den Stimmzettel zu kommen, in vielen US-Bundesstaaten schon verstrichen. In Texas und New York endete sie bereits im Mai, in weiteren kleineren Staaten im Juni.

In Florida müsste West bis 15. Juli mehr als 132.000 gültige Unterschriften sammeln, um als unabhängiger Kandidat geführt zu werden – ein Unterfangen, für das Kampagnen normalerweise Wochen oder Monate brauchen. Ohne die Wahlleute aus diesen Staaten ist es so gut wie unmöglich, die nötige Mehrheit für das Weiße Haus zu gewinnen.

Gemutmaßt wurde darüber, ob die Kandidatur des bisher klar erklärten Trump-Fans West die Anhänger von Joe Biden umstimmen soll, und ob es dem Musiker gelingen könnte, vor allem bei Jüngeren und Schwarzen, Bidens Position zu schwächen.

Einen prominenten Unterstützer scheint er jedoch schon für sich gewonnen zu haben: "Du hast meine volle Unterstützung!", twitterte der nicht weniger exzentrische Tesla-Chef Elon Musk in einer Antwort.

Die Demokraten üben sich nun in Verschwörungstheorien, nach denen Trump und West gemeinsam einen Plan ausgeheckt haben sollen, um Bidens Kandidatur zu sabotieren.

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Seine politischen Ambitionen hat der Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian schon häufiger geäußert. Bei den MTV Video Music Awards 2015 erklärte er, bei der US-Wahl im Jahr 2020 antreten zu wollen.

Vor zwei Jahren sagte er dann in einem Radiointerview, möglicherweise im Jahr 2024 für das Präsidentenamt zu kandidieren. Nach eigener Aussage wollte er als gemäßigter Kandidat antreten. In mehreren Interviews hatte West zudem erklärt, eine bipolare Störung zu haben, dies aber später auch häufiger als "Fehldiagnose" widerrufen.

West war einer der wenigen "Promis", die Trump öffentlich unterstützt haben. Schon 2018 traf er Trump im Weißen Haus und trug dabei eine Baseball-Mütze mit dessen Wahlkampf-Slogan "Make America Great Again". Bereits kurz nach der Präsidentschaftswahl 2016 hatte West klargemacht, dass er für Trump gestimmt, wenn er gewählt hätte.

Während eines Konzerts im selben Jahr hielt er eine Rede an das Publikum, in der er unter anderem die unterlegene Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton attackierte.
Clinton habe die Bedeutung von Gefühlen im Wahlkampf unterschätzt, so West. Die Bevölkerung im Mittleren Westen der USA hätte ihr nun gezeigt, wie sie gefühlt haben, als sie für Trump stimmten. Dabei wiederholte er mehrfach den Trump Slogan "Make America Great Again".

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