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US-Regierungsbeamter: Washington erwog im Mai 2020 neuen Atomwaffentest

US-Regierungsbeamter: Washington erwog im Mai 2020 neuen Atomwaffentest
Archivbild: Explosion bei einem US-Atombombentest (Operation Redwing, Shot Erie) in den Gewässern des Enewetak-Atolls am 30. Mai 1956.
Laut einem Bericht der "Washington Post" erwog die Trump-Administration kürzlich den ersten atomaren Waffentest seit 1992. Doch offenbar konnten sich Gesprächsteilnehmer nicht auf eine gemeinsame Linie einigen. Ganz vom Tisch scheint die Idee jedoch nicht zu sein.

Laut einem hohen Washingtoner Regierungsbeamten erwogen die USA unlängst eine Art "atomaren Schnelltest", und zwar als ein "Mittel der Abschreckung" gegen China und Russland. Der Regierungsbeamte, der von der Washington Post anonym zitiert wird, erklärte, die Option eines Atomwaffentests sei bei einem Treffen ranghoher Beamter aus der nationalen Sicherheitsbehörde am 15. Mai 2020 erörtert worden.

Washington beschuldigt China und Russland seit Jahren, atomare Waffentests durchzuführen – ohne jedoch Belege dafür vorzulegen. Die Option, nun erstmals wieder seit 1992 einen eigenen Test durchzuführen, sei als eine "Reaktion" an beide Länder angedacht gewesen, so der Informant gegenüber der Washington Post. Damit sollte signalisiert werden können, dass die USA in der Lage sind, einen solchen "Schnelltest" durchzuführen. Zudem sei die Option eines Tests auch als Möglichkeit eruiert worden, China und Russland an den Verhandlungstisch für ein trilaterales Abkommen zu bewegen.

Nordkorea will seine atomare Abschreckung ausbauen

Doch habe man sich während des Treffens nicht auf eine gemeinsame Linie einigen können, so kommentiert der Regierungsbeamte weiter. Unklar bleibt dennoch, ob die Option eines atomaren Waffentests aktuell noch weiterhin in Erwägung gezogen wird oder nicht. Laut der anonymen Quelle der Washington Post handele es sich bei der Angelegenheit um ein noch "laufendes Gespräch". Doch die Zeitung zitiert in ihrem Beitrag eine weitere anonyme Quelle, laut der Atomtests angeblich keine Option mehr seien. Der Nationale Sicherheitsrat der USA lehnte auf Anfrage der Washington Post jegliche Stellungnahme zu dem Thema ab.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben seit September 1992 keine atomaren Tests mehr durchgeführt. Kritiker von Atomwaffen warnen vor einem unkalkulierbaren Risiko, sollten die USA wieder in Atomwaffen-Tests einsteigen. "Es wäre eine Einladung an andere atomar bewaffnete Länder, diesem Beispiel zu folgen", erklärte Daryl Kimball, Direktor der US-amerikanischen "Arms Control Association". Das ist eine NGO, die sich für verstärkte Rüstungskontrollen einsetzt.

"Es wäre der Startschuss zu einem beispiellosen nuklearen Wettrüsten. Es würde auch die Verhandlungen mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-Un stören, der sich möglicherweise nicht mehr gezwungen sehen würde, sein Moratorium für Atomtests weiter einzuhalten.

Die USA sind nach wie vor das einzige Land, das jemals während eines Krieges Atomwaffen eingesetzt hat. Die Detonationen über Hiroshima und Nagasaki kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs töteten – inklusive aller Spätfolgen – Hunderttausende von Menschen.

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