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Nur 77 Patienten in sechs Wochen: US Navy zieht Lazarettschiff ab

Nur 77 Patienten in sechs Wochen: US Navy zieht Lazarettschiff ab
Das Lazarettschiff USNS Mercy nach der Ankunft am 27. März in Los Angeles.
Mit zwei Lazarettschiffen der US Navy sollten Krankenhäuser in New York City an der Ostküste und Los Angeles an der Westküste entlastet werden. Es wurde erwartet, dass aufgrund der Corona-Pandemie die Behandlung von normalen medizinischen Fällen beeinträchtigt wäre. Jetzt wurden sie abgezogen.

Die Lazarettschiffe der US Navy sind für gewöhnlich bei Naturkatastrophen oder Kriegen im Einsatz. Mit jeweils eintausend Betten, Operationssälen und modernster medizinischer Ausrüstung können Patienten behandelt und betreut werden. Deshalb wurden die USNS Mercy und ihr Schwesterschiff USNS Comfort gegen Ende März aufgeboten, um an der Ost- und Westküste der USA vor Anker zu gehen und den lokalen Krankenhäusern von New York City und Los Angeles im Kampf gegen die Corona-Pandemie beizustehen.

Das Lazarettschiff

Es sollten allerdings nicht diejenigen Patienten aufgenommen werden, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben oder an der Lungenkrankheit COVID-19 litten, sondern jene, die aufgrund mangelnder Kapazitäten in den Krankenhäusern medizinische Versorgung benötigt hätten. Am 27. März trafen die beiden Schiffe an ihren Bestimmungsorten ein, drei Tage später wurden die ersten Patienten an Bord aufgenommen. Der befehlshabende Offizier der Mercy, Capt. Dr. John Rotruck, sagte an diesem Tag:

Ich könnte nicht stolzer auf unsere Besatzung und ihre harte Arbeit sein, die uns in solch einer kurzen Zeit hierher gebracht hat. In der Lage zu sein, die ersten Patienten aufzunehmen, ist ein wahres Zeugnis des Teamworks zwischen der Mercy, der Navy, dem Staat Kalifornien, dem County von Los Angeles und der Stadt und dem Hafen von L.A.

Seitdem sind sechs Wochen vergangen. Man hatte es zwischenzeitlich selbst mit einem mysteriösen Ausbruch des Coronavirus an Bord zu tun gehabt, obwohl zuvor allesamt untersucht und negativ getestet wurden. Schließlich mussten 116 medizinische Mitarbeiter von Bord gehen, die in der Folge auf einem nahe gelegenen Stützpunkt untergebracht wurden. Die Leistungsfähigkeit der USNS Mercy war aufgrund dessen jedoch zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt, sagte eine Sprecherin der US Navy Mitte April. 

Doch abgesehen davon hielt sich der Patientenansturm auf das Lazarettschiff in Grenzen. In der gesamten Zeit wurden nur 77 Patienten an Bord behandelt, weswegen man seit dem 30. April keine neuen Fälle mehr aufnimmt, bestätigte ein Sprecher gegenüber Business Insider. Aufgrund der mangelnden Nachfrage habe das medizinische Personal vor allem Pflegeheime in Orange County unterstützt, sagte er weiter, aber auch das werde nun eingestellt. Man prüfe derzeit mit Washington, ob das Lazarettschiff an einem anderen Ort gebraucht werde oder ob es in den Heimathafen von San Diego zurückkehren soll.

Ähnlich wie der USNS Mercy in Los Angeles erging es auch der USNS Comfort in New York City, dem Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA. Nachdem sich auch dort fast keine Patienten fanden, die Behandlungsmöglichkeiten an Bord in Anspruch nahmen, rüstete die Comfort auf und bot entgegen der anfänglichen Absicht auch spezielle Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit für COVID-19-Patienten an. 

Letzten Endes wurden aber auch dort nur insgesamt 182 Patienten betreut, die allesamt wieder gesund das Lazarettschiff verlassen konnten. Deswegen zog die US Navy die USNS Comfort nach genau vier Wochen im Einsatz bereits wieder zu ihrem Heimathafen in Norfolk ab. Man sei aber weiterhin jederzeit startklar, sollte der Bürgermeister der Millionenmetropole Bedarf anmelden. 

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