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USA: Proteste für Abschaffung der Corona-Beschränkungen (Video)

USA: Proteste für Abschaffung der Corona-Beschränkungen (Video)
Menschen protestieren am 18. April 2020 in Austin im US-Bundesstaat Texas gegen die Corona-Maßnahmen.
In mehreren US-Bundesstaaten protestierten Menschen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Sie forderten eine Abschaffung der Beschränkungen.

Allein im US-Bundesstaat Texas hatten sich am Samstag Hunderte Menschen versammelt, um für die Aufhebung der Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. So wurde etwa in Austin vor dem Kapitol des US-Bundesstaats protestiert. Es waren Demonstranten mit Plakaten und US-Flaggen zu sehen, die die Beschränkungen anprangerten.

Ich glaube, die Regierung ist zu weit gegangen. Wir haben Rechte. Wir haben eine persönliche Verantwortung für unsere Gesundheit. Wir brauchen sie nicht, um uns zu sagen, wie wir es tun sollen. Und ich finde es einfach nur beschämend, dass wir die Entscheidungen nicht selbst treffen können", sagte die Protestlerin Gloria Miller.

Auch im US-Bundesstaat Nevada in Las Vegas hatten zahlreiche Menschen gegen ihren Gouverneur Steve Sisolak protestiert. Sie behaupteten, dass seine Entscheidung, die Abriegelung des Staates aufgrund des Coronavirus fortzusetzen, negative Auswirkungen auf die Wirtschaft des Bundesstaates gehabt habe und drängten ihn dazu, die Beschränkungen zu lockern.

Gouverneur Sisolak ist für die Stilllegung der Wirtschaft in Nevada verantwortlich - Punkt. Wir sind eine auf dem Tourismus basierende Wirtschaft, und er hat sie faktisch zum Erliegen gebracht und mindestens jeden zehnten Einwohner von Nevada arbeitslos gemacht. Das ist inakzeptabel. Dies ist weder Kommunismus noch Sozialismus oder Faschismus, wir sind keine totalitäre Gesellschaft. Wir sind eine konstitutionelle Republik", sagte Protestler Paul Maineri.

Ähnliche Kundgebungen hätten auch in anderen größeren Städten der USA stattgefunden. Bereits in den vergangenen Tagen waren in mehreren US-Bundesstaaten Dutzende Menschen gegen die Eindämmungsmaßnahmen auf die Straße gegangen. Einer der größten Proteste hatte am Mittwoch in Michigan stattgefunden. Dort waren Demonstranten teils schwer bewaffnet vor das Kapitol gezogen, schwenkten Pro-Trump-Flaggen aus ihren Autos und warfen der demokratischen Gouverneurin Gretchen Whitmer "Tyrannei" vor.

Am Donnerstag hatten sich in Virginia ein paar Dutzend Demonstranten versammelt und am Freitag ebenso in Minnesota.

Seit der Corona-Krise ist die Arbeitslosigkeit in den USA dramatisch angestiegen: So haben seit Mitte März rund 22 Millionen Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. 

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Nach Angaben der Johns Hopkins University gab es in den USA bis Samstagvormittag (Ortszeit) mehr als 37.000 Tote infolge einer Corona-Infektion. Mehr als 700.000 Menschen wurden bisher positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump Richtlinien vorgestellt, mit denen die USA in drei Phasen in die Normalität zurückgeführt werden sollen. Die Wirtschaft soll auch graduell wieder öffnen.

Via Twitter hatte er die Proteste seiner Anhänger gegen strenge Schutzmaßnahmen in den Bundesstaaten angeheizt. Am Freitag schrieb der Republikaner in Großbuchstaben "Befreit Michigan!", "Befreit Minnesota!" und "Befreit Virginia". Alle drei Bundesstaaten werden von demokratischen Gouverneuren regiert, die strenge Schutzmaßnahmen erlassen haben und wo es zuletzt auch zu Demonstrationen gekommen war. 

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