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Bundesbauministerium legt Gründe für neues Regierungsterminal am BER dar

Bundesbauministerium legt Gründe für neues Regierungsterminal am BER dar
Bundesbauministerium legt Gründe für neues Regierungsterminal am BER dar (Archivbild)
Viele Millionen für ein neues Regierungsterminal am BER, obwohl dort schon eins steht? Dieser Plan stößt in Berlin und Brandenburg auf Kritik. Doch aus Sicht des Bundesbauministeriums führt am Neubau kein Weg vorbei. Hauptgrund sind die notwendigen Vorfeldflächen.

Am jetzigen Standort gebe es nur fünf Abstellpositionen für Flugzeuge, erforderlich seien aber 13, teilte das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Ohne einen Neubau könne auch die Flugbereitschaft nicht von Köln-Wahn nach Schönefeld umziehen. Platz bräuchten auch Hangars und Büros der Flugbereitschaft.

Ein Regierungsterminal wäre ohne die unmittelbar vor dem zukünftigen Gebäude liegenden großflächigen Abstellpositionen für die Flugzeuge der Staatsgäste und die eigenen Flugzeuge nicht zu nutzen", hieß es aus dem Haus von Bauminister Horst Seehofer.

Am BER in Schönefeld war im Herbst ein Regierungsterminal fertig geworden, das samt Vorfeld rund 70 Millionen Euro gekostet hat. Es soll ab 2020 genutzt werden, ist aber nur eine Zwischenlösung. Das eigentliche Baufeld liegt direkt nebenan, ist aber wegen der BER-Verzögerungen noch nicht frei. Bis 2025 soll dort das endgültige Regierungsterminal entstehen. Es wird mindestens 344 Millionen Euro kosten. Das Interimsgebäude sollen dann Geschäftsflieger nutzen. Berlin und Brandenburg dringen nun darauf, die Zwischen- zur Dauerlösung zu machen. Der Bund soll auf das endgültige Regierungsterminal verzichten – aus Kostengründen und um den geplanten Start des BER 2020 nicht zu gefährden.

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Bisher müssen die Regierungsmaschinen häufig erst von Köln nach Berlin fliegen, bevor am Flughafen Tegel die Bundeskanzlerin oder ihre Minister einsteigen. Mehr als 800-mal sind Hubschrauber und Flugzeuge im vergangenen Jahr leer hin- und hergeflogen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums habe die "weiße Flotte" dabei 4.785 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid in die Luft geblasen. (dpa)

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