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Sigmar Gabriel: Die EU kann an ihren Widersprüchen scheitern

Sigmar Gabriel: Die EU kann an ihren Widersprüchen scheitern
Gabriel bei seiner Abschiedsrede im Auswärtigen Amt im März 2018
Die EU sei zerklüftet und mehrfach gespalten, meint der frühere Bundesaußenminister Sigmar Gabriel. An diesen Widersprüchen könne die Staatengemeinschaft scheitern. Durch den Brexit werde sich die weltpolitische Stellung der Union noch einmal verschlechtern.

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) glaubt, dass die EU an ihren inneren Widersprüchen scheitern könnte. Die Europäische Union sei zerklüftet und mehrfach gespalten. "In der Finanzpolitik zwischen Nord und Süd, in Fragen der Rechtsstaatlichkeit zwischen Ost und West", sagte Gabriel der österreichischen Zeitung Presse am Sonntag.

Die zweite große Gefahr bestehe im Brexit, der die Position der EU gegenüber dem Rest der Welt verschlechtern werde. "Wir sind die letzten Vegetarier der Weltpolitik in dieser Welt der Fleischfresser. Wenn die Briten gehen, dann glauben alle, wir seien Veganer."

Gibt es ein Comeback? Sigmar Gabriel im Februar 2018

Es werde in der Zukunft von außen weitere Versuche geben, die Risse in der EU zu vertiefen, glaubt der SPD-Politiker. "Wir haben keinen Chef in Europa, der Kleine hat bei uns genau so viel zu sagen wie der Große. Und das finden die Trumps, die Xi Jinpings, die Putins und die Erdoğans dieser Welt komisch." Insgesamt gebe es ein Führungsvakuum in der EU. "Wir werden einfach als Schwächlinge wahrgenommen, wenn wir nicht einmal unseren Laden zusammenhalten können." Gabriel konstatiert in dieser Hinsicht eine "Großmannssucht der Berliner Republik". Die Bonner Republik habe die Gleichwertigkeit aller Europäer noch besser repräsentiert.

Gabriel vermisst zudem eine geopolitische Strategie der Europäischen Union. Man könne etwa den Chinesen nicht vorwerfen, dass sie eine solche Strategie hätten. "Wir müssen uns vorwerfen, dass wir keine haben." Die Welt werde unbequemer. "Wenn wir Europäer uns behaupten und souverän bleiben wollen, werden wir das nur gemeinsam schaffen. Dazu gehört auch eine gemeinsame Verteidigung."

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(dpa/rt deutsch)

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