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Proteste an der Klagemauer gegen Gebete von Frauengruppe

Proteste an der Klagemauer gegen Gebete von Frauengruppe
Proteste an der Klagemauer gegen Gebete von Frauengruppe
Tausende strengreligiöse Juden haben an der Klagemauer in Jerusalem gegen die Gebete jüdischer Frauen protestiert. Dabei kam es nach Angaben der liberalen Strömung "Frauen der Mauer" auch zu gewaltsamen Übergriffen. Zwei Frauen seien verletzt worden, hieß es in einer Stellungnahme am Freitag. Die Polizei sprach dagegen lediglich von "Spannungen" und "Flüchen". Sie habe die Gruppen getrennt. Die "Frauen der Mauer" hätten daraufhin am südlichen Teil der Klagemauer ihre Gebete fortgesetzt.

Die Zeitung Haaretz berichtete von Hunderten strengreligiöser Juden, die versuchten hätten, Polizeibarrikaden zu durchbrechen. Sie hätten dann Unterstützer der Frauengruppe attackiert, bespuckt und bedroht.

Nach jahrelangem Streit hatte Israel Anfang 2018 mit dem Bau eines gemeinsamen Gebetsbereiches für Frauen und Männer an der Klagemauer begonnen. Anfang 2016 hatte die Regierung beschlossen, dass neben den getrennten Bereichen auch ein gemeinsamer Gebetsbereich eingerichtet werden solle. Doch aufgrund des Drucks ultra-orthodoxer Koalitionspartner war die Vereinbarung längere Zeit auf Eis gelegt geworden.

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Die Gruppe "Frauen der Mauer" kämpft seit Jahrzehnten darum, an der Klagemauer wie Männer beten zu dürfen, und zwar laut singend, mit Gebetsschal und eigenen Tora-Rollen. Die Gruppe, die auch strengreligiöse Mitglieder hat, beging am Freitag - dem Weltfrauentag - den 30. Jahrestag ihres monatlichen Gebetsdienstes an der Klagemauer. (dpa)

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