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Chinesisches Entführungsopfer nach 31 Jahren mit Eltern wiedervereint

Chinesisches Entführungsopfer nach 31 Jahren mit Eltern wiedervereint
Chinesisches Entführungsopfer nach 31 Jahren mit Eltern wiedervereint (Archivbild: Chinesin Deng Huidong, deren Kind entführt wurde. 10. Juni 2009)
Ein Mann, der vor 31 Jahren als Kind entführt wurde, wurde mit seinen Eltern feierlich wiedervereint. Im Jahr 1988 wurde der dreijährige Qin von einer Baustelle in der südchinesischen Provinz Guizhou entführt, wo seine Eltern arbeiteten. Für die folgende lange landesweite Suche nach ihrem Sohn gaben die verzweifelten Eltern seitdem ihre Ersparnisse aus und liehen sich Geld. Schließlich gaben sie DNA-Proben an einer von der Polizei eigens zu diesem Zweck eingerichteten nationalen Datenbank ab.

Qin fühlte sich anders als die einheimischen Kinder in seinem neuen Zuhause und war sich bewusst, dass er zum Beispiel einige Worte anders aussprach als sie. Im Laufe der Jahre kam er zu der allmählichen Erkenntnis, dass seine Zieheltern nicht seine leiblichen Eltern waren, und begann seinerseits nach seiner Herkunft zu forschen.

Im Jahr 2018 führte schließlich eine DNA-Probe, die Qin seinen Arbeitgebern zur Verfügung stellen musste, zu einem unerwarteten Ergebnis: Die Polizei in Sichuan wurde auf eine Übereinstimmung zwischen den DNA-Proben von Qin und seinem leiblichen Vater Cheng aufmerksam. Ein nochmaliger Gentest lieferte schließlich die Bestätigung.

In China ist die Entführung von Frauen und Kindern ein häufiges Verbrechen: Im Dezember 2018 wurden zwei Kinderhändler, Zhang Weiping und Zhou Rongping, wegen ihrer Rolle in acht verschiedenen Fällen, in denen zwischen den Jahren 2003 und 2005 neun entführte Kinder verkauft wurden, zum Tode verurteilt, schreibt South China Morning Post.

In den letzten Jahren gab es mehrere offizielle und basisdemokratische Bemühungen in China, entführten Kindern und ihren Eltern wieder zueinander zu helfen. Das Ministerium für öffentliche Sicherheit richtete im Jahr 2016 das System Tuanyuan ein, das Informationen über vermisste Kinder über Social Media-Plattformen und Kurznachrichten sendet, ähnlich dem "Amber Alert"-System in den USA. Auf Baobeihuijia, einer von Freiwilligen betriebenen Internetseite, haben aktuell rund 44 Tausend Familien Kinder vermisst gemeldet; fast 40 Tausend Menschen hinterlegten dort die Suche nach ihren Eltern.

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