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Russlands Polizei deckt Betrügerbande auf – halbe Milliarde Euro aus Russland verschoben

Russlands Polizei deckt Betrügerbande auf – halbe Milliarde Euro aus Russland verschoben
Russlands Polizei deckt Betrügerbande auf – Fast 40 Milliarden Rubel aus Russland verschoben (Symbolbild: Russische Rubel, in Banknoten von 5.000 Rubeln)
Russlands Sicherheitsdienste haben eine Geldschieberbande mit riesigen Umsatzsummen aufgedeckt – dies hat die Sprecherin des russischen Innenministeriums Irina Wolk am Freitag mitgeteilt. Der Moskauer Alexander Korkin, ein Mitglied der internationalen kriminellen Vereinigung, die in den Jahren 2013-2014 mehr als 37 Milliarden Rubel (umgerechnet eine halbe Milliarde Euro) aus Russland schaffte, wurde im Rahmen der Ermittlung festgenommen.

Die aus Einwohnern von Moldawien und Russland bestehende Bande wurde mit dem Ziel gegründet, große illegale Devisengeschäfte zu tätigen, schreibt Interfax mit Verweis auf die Sprecherin. "In den Jahren 2013-2014 überwiesen die Mitglieder der kriminellen Vereinigung Geld in Fremdwährung von den Konten der unter ihrer Kontrolle stehenden [russischen] Körperschaften in russischen Banken auf Konten von Nichtansässigen – der [moldauischen] BC Moldindconbank S.A. und anderer ausländischer Organisationen". Dies geschah mit vorgetäuschten Begründungen – meist unter dem Vorwand des Devisentausches – und mithilfe fingierter Dokumente , so Wolk.

Das in russischen Rubeln vorliegende Geld wurde von Korrespondenzkonten russischer Banken in der BC Moldindconbank S.A. abgebucht. Hierfür bediente sich die Bande wiederum gefälschter Entscheidungen von Gerichten der Republik Moldau zugunsten ausländischer Privatpersonen und Körperschaften.

Die zwei Organisatoren der Bande waren ranghohe Politiker, beides russische Staatsbürger, schreibt RIA Nowosti.

Wladimir Plachotnjuk ist ein ehemaliger Abgeordneter und einer der reichsten Geschäftsleute in Moldawien. Heute ist er der Vorsitzende der Demokratischen Partei Moldawiens. Im November 2017 erließ das Moskauer Basmanny-Gericht einen Haftbefehl gegen Plachotnjuk in dessen Abwesenheit und erklärte ihn zu einer international gesuchten Person wegen versuchten Mordes.

Auch der Geschäftsmann Wjatscheslaw Platon war in den Jahren 2009-2010 ein Parlamentsabgeordneter. Im April 2017 wurde er zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er mehr als 20 Milliarden Dollar aus Russland über moldawische Banken abführte und zudem mehr als 20 Millionen Dollar von der Banca de Economii gestohlen hatte.

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