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Tippgeber im Fall Anis Amri fühlt sich in Deutschland unsicher

Tippgeber im Fall Anis Amri fühlt sich in Deutschland unsicher
Tippgeber im Fall Anis Amri fühlt sich in Deutschland unsicher (Archivbild)
Ein syrischer Flüchtling, der die Behörden vor dem späteren Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri gewarnt hatte, macht sich Sorgen um seine Sicherheit. Lokman D. sagte am Donnerstag in Berlin als Zeuge im Untersuchungsausschusses des Bundestages zu dem Anschlag aus, bei ihm habe plötzlich ein Journalist vor der Wohnungstür gestanden. Der Reporter habe gesagt, er habe die Adresse von der Polizei erhalten. Er habe ihn dann nach seiner Rolle bei den Ermittlungen gefragt.

"Wie kann es sein, dass der Journalist diese Adresse bekam?", fragte Lokman D. Er habe Angst um seine Familie. D. hatte Amri 2015 als Mitbewohner in einer Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Emmerich kennengelernt. Dem syrischen Kurden war nach eigenen Angaben sofort aufgefallen, dass der Tunesier, der sich damals als Ägypter ausgab und Mohammed al-Masri nannte, Sympathien für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hegte. Amri habe ihm auch entsprechende Bilder und Videos von Bewaffneten gezeigt, bei denen es sich laut Amri um Freunde und Verwandte, die für den IS kämpften, handelte. Lokman D. alarmierte daraufhin das Sozialamt, die Ausländerbehörde und die Polizei.

Der Leiter des Berliner Landeskriminalamtes, Christian Steiof, räumte in seiner Vernehmung durch den Ausschuss "fatale handwerkliche Fehler" seiner Behörde im Umgang mit Amri ein.

Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen gestohlenen Lastwagen in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gesteuert. Er tötete zwölf Menschen. (dpa)

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