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Kanadischer Gelbwesten-Konvoi kurz vor Ottawa – gegen Mineralölsteuer, für Pipelinebau

Kanadischer Gelbwesten-Konvoi kurz vor Ottawa – gegen Mineralölsteuer, für Pipelinebau
Ableger kanadischer Gelbwesten kurz vor Ottawa – gegen Mineralölsteuer, für Pipelinebau (Konvoi der Protestbewegung "United We Roll" und Unterstützer in Pembroke, Ontario, Kanada, am 28. Februar 2019)
In Kanada hat ein Protest-Konvoi mit über 170 Fahrzeugen, ein Großteil davon LKW, der letzten Donnerstag vom Bundesstaat Alberta losgefahren ist, die Hauptstadt des Landes Ottawa erreicht. Den Protestierenden geht es um nichts weniger als eine Abschaffung der Mineralölsteuer und eine Abkehr von der jetzigen Umwelt- und Energiepolitik, die von ihnen als arbeitsplatzschädigend und verarmungsfördernd angesehen sind. Das rückt sie in die Nähe der Gelbwesten in deren Anfangszeit.

Der Konvoi "United We Roll"(dt.: "Vereint rollen wir") und die gleichnamige Bewegung habe sich aus einer ursprünglich von den kanadischen Gelbwesten geplanten Aktion heraus entwickelt, gibt Aktivist Jason Corbeil zu. Dass jedoch Mitglieder der Yellow Vests Canada neben der Abschaffung der Mineralölsteuer oft auch antimuslimische und andere rechtsextreme Haltungen vertreten, sah man als der gemeinsamen Sache nicht dienlich an und spaltete sich ab. "Wir wollen nichts mit diesen Leuten zu tun haben", zitiert Ottawa Citizen den Aktivisten. "Wir haben auch Gelbwesten unter uns, aber – und das werdet ihr in Ottawa sehen – sie gehören dem friedlichen Flügel an, der dieselbe Nachricht teilen will wie wir alle: Dass die Menschen zusammenhalten müssen."

Geplant sind Kundgebungen am Parliament Hill, bei denen man für den Bau neuer Erdöl-Pipelines und gegen diverse Gesetzesvorlagen demonstrieren will. Einer dieser Gesetzesentwürfe schreibt strenge Umweltauflagen für alle Industrieprojekte zur Energieerzeugung und Förderung von Bodenschätzen vor. Der andere ist ein Moratorium für die Befüllung und Löschung von Erdöltankern an der kanadischen Westküste.

Der Bau neuer Pipelines, etwa der bereits geplanten Trans-Mountain-Pipeline, ist ebenfalls wegen Umweltbedenken, aber auch wegen zäh laufender Verhandlungen mit den Urvölkern Kanadas, durch deren Gebiete die Rohre laufen sollen, ins Stocken geraten. Die Pipeline würde den Umsatz von Erdöl von Alberta zu den Erdöl-Raffinerien und –Häfen in British Columbia an der Westküste des Landes vervielfachen. Davon, so BBC, verspreche sich Kanada ein Mehr an Export zum asiatischen Markt und somit vermehrte Deviseneinnahmen, aber auch mehr Arbeitsplätze in der petrochemischen Industrie.

Zahlreiche Bürger geleiten den Konvoi auf seinem Weg vom Westen des Landes zur Hauptstadt, zeigen ihre Unterstützung für die Sache der Protestierenden und leisten unentgeltlich Hilfe, wo es notwendig wird, schreibt Pipeline News.

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