Eisbäreninvasion in russischer Polarsiedlung: Behörden rufen Notstand aus (Video)

Einige dieser Tiere hätten bereits Menschen angegriffen sowie Häuser und Büros besucht, schrieben örtliche Medien. Der Gouverneur der Region wurde mit den Worten zitiert: "Die Menschen haben Angst. Sie haben Angst, ihr Zuhause zu verlassen. Eltern haben Angst, ihre Kinder in die Schule oder in den Kindergarten gehen zu lassen." In der Nähe von Kindergärten wurden zusätzliche Zäune aufgestellt.
Militärpersonal und Angestellte würden mit Spezialfahrzeugen zur Arbeit gebracht, hieß es im TASS-Bericht. Es gebe auch Patrouillen, doch die Maßnahmen hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die Bären ließen sich nicht durch Hunde oder Streifenwagen abschrecken.
Experten vom Sewertsow-Institut für Ökologie und Evolution in Moskau verwiesen als Grund für die Bären-Invasion, dass die Tiere in den Siedlungen Futter fänden. "Da es Behälter mit genießbarem Abfall gibt, hören sie auf zu wandern." Dem Wissenschaftler zufolge wurden in der Gegend so viele Eisbären wie noch nie gesichtet. Durch das Schmelzen des arktischen Eises wandern die Tiere zunehmend nach Süden, um an Land nach Nahrung zu suchen. (dpa/rt deutsch)
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