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Setze dich auf das Gesicht des Mannes: Russen über feministische Reebok-Kampagne empört

Setze dich auf das Gesicht des Mannes: Russen über feministische Reebok-Kampagne empört
Setze dich auf das Gesicht des Mannes: Russen über feministische Reebok-Kampange empört (Symbolbild)
Der russische Zweig des Sportwarenherstellers Reebok präsentierte gestern eine neue Werbekampagne auf Instagram und trat dabei ins Fettnäpfchen. Während eine ähnliche Kampagne in den USA den Slogan "Never apologize for being strong" (zu Deutsch: Entschuldige dich niemals, stark zu sein) bekam, klingt der russische Appell an die Frauen viel provokativer: "Setze nicht auf die Sucht nach der männlichen Anerkennung, setze dich auf das Gesicht des Mannes".

Viel zitiert wurde auch der Slogan "Wenn man von 'auf Händen tragen' spricht, stelle ich mir vor, wie man mich im Sarg abtransportiert". Andere Slogans wie "Ich habe noch nicht fertiggesprochen" oder "Mein Körper – meine Sache" blieben weitgehend kommentarlos. Wie Marketingleiter der Firma erklärten, richte sich die Kampagne an selbstbewusste Frauen und habe das Ziel, "Stereotypen über traditionelle Frauen- und Männeraufgaben" zu lösen.

Noch am selben Abend entbrannte in den sozialen Medien eine Kritikwelle. Instagram-Nutzer drohten der Marke, ihre Waren nicht mehr zu kaufen: "Hallo, Nike. Tschüss, Reebok", kommentierten viele. Andere Nutzer lachten nur: "Wozu müsst ihr euch auf das Gesicht des Mannes setzen, habt ihr keinen anderen Sitzplatz? Kauft euch einen Stuhl oder so." Das Unternehmen rief die missglückte Kampagne zurück und löschte alle themenbezogenen Beiträge in weniger als 24 Stunden.

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