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Deutschland erkennt Guaidó als Interimspräsident Venezuelas an

Deutschland erkennt Guaidó als Interimspräsident Venezuelas an
Deutschland erkennt Guaidó als Interimspräsident Venezuelas an (Archivbild)
Deutschland erkennt wie mehrere andere EU-Staaten den Chef des entmachteten venezolanischen Parlaments, Juan Guaidó, als Interimspräsidenten des krisengeschüttelten Landes an. Das sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Montag in Berlin. Zuvor war ein Ultimatum der EU an den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro abgelaufen, innerhalb von acht Tagen Neuwahlen auszurufen.

"Bis gestern ist keine Wahl für eine Präsidentschaft ausgerufen worden. Deshalb ist jetzt Guaidó die Person, mit der wir darüber reden und von der wir erwarten, dass sie einen Wahlprozess möglichst schnell initiiert", sagte Angela Merkel am Montag nach einem Gespräch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Tokio. Und für diese Aufgabe sei Guaidó "der legitime Interimspräsident aus deutscher Sicht und aus Sicht vieler europäischer Partner", so Merkel. Sie ergänzte:

Wir hoffen, dass dieser Prozess sich möglichst kurz und natürlich friedlich gestaltet.

Zuvor haben fünf weitere Länder – Spanien, Frankreich, Großbritannien, Österreich und Schweden – den venezolanischen Oppositionsführer Juan Guaidó als Interimspräsidenten des Landes anerkannt. Italien legte Veto gegen eine gemeinsame EU-Erklärung ein. (dpa)

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