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Paul Whelans Anwalt: Staatsgeheimnis statt Kulturinformationen auf Flashkarte zugesteckt

Paul Whelans Anwalt: Staatsgeheimnis statt Kulturinformationen auf Flashkarte zugesteckt
Whelans Anwalt: Staatsgeheimnis statt Kulturinformationen auf Flashkarte zugesteckt (Paul Whelan, re., und Anwalt Wladimir Scherebjonkow, li., bei Gerichtssitzung in Moskau am 22.01.2019)
Der ehemalige US-Militär Paul Whelan, der in Russland wegen dringenden Spionageverdachts festgenommen wurde, hat streng geheime Informationen auf einer Flashkarte erhalten – erwartet hatte er allerdings unverfängliches Material von kulturwissenschaftlicher Bedeutung. Dies erklärte sein Anwalt Wladimir Scherebjonkow am Dienstag. Eine politisch motivierte Provokation schloss er zunächst aus.

Whelan habe vielmehr damit gerechnet, auf dem digitalen Speicher unter anderem Fotos von seinem Besuch einer russisch-orthodoxen Kirche während seiner Freizeit zu erhalten, so der Anwalt. "Wie Paul [Whelan] behauptet, hat er nicht mit Staatsgeheimnissen gerechnet, weil er, wie er sagt, ein Freund Russlands ist, Russland über zehn Jahre immer wieder besucht und sehr viele Bekannte hier hat. Diese Kontakte sind für ihn völlig normal und haben mit der Kultur des Landes zu tun." Immerhin habe Whelan das Land über zehn Jahre als Autodidakt studiert, erklärte Scherebjonkow gegenüber Journalisten.
Von einer Provokation zu sprechen hält Scherebjonkow für verfrüht und vermutet einen persönlichen Anlass: "Ich schließe eine politische Motivation in der Sache aus. Dies ist das Machwerk einer Einzelperson", so der Anwalt.
Insgesamt sei die Anhörung konstruktiv verlaufen und man sei bezüglich des weiteren Prozesses guter Dinge, resümierte Scherebjonkow.

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