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Negativpreis auf der Klimakonferenz: Deutschland "Fossil des Tages"

Negativpreis auf der Klimakonferenz: Deutschland "Fossil des Tages"
Negativpreis auf der Klimakonferenz: Deutschland "Fossil des Tages"
Klimaschützer haben Deutschland auf der UN-Klimakonferenz mit dem Negativpreis "Fossil des Tages" ausgezeichnet. "Deutschland hat diese zweifelhafte Auszeichnung bekommen, weil es sein nationales Klimaziel für 2020 aufgegeben hat und es nicht geschafft hat, aus der Kohle auszusteigen und ein höheres EU-Klimaziel für 2030 zu unterstützen", teilte das Climate Action Network (CAN) am Freitag im polnischen Kattowitz (Katowice) mit.

Deutschland hat sich vorgenommen, seinen CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Stand jetzt werden es aber nur 32 Prozent. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hat anders als geplant vor der Klimakonferenz keine Sofortmaßnahmen vorgeschlagen, um das Ziel schnell zu schaffen. Ein Konzept für den Kohleausstieg soll voraussichtlich erst Ende Januar, Anfang Februar stehen.

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"Deutschland ist beim Klimaschutz ein Nachzügler geworden und bremst den Klima-Ehrgeiz der EU aus", sagte CAN-Europadirektor Wendel Trio. Deutsche Umweltschützer äußerten sich ähnlich: "Der Einfluss der deutschen Kohle- und Autolobby lähmt Deutschland und damit auch die EU beim Klimaschutz", sagte Stefan Krug von Greenpeace. Deutschland sende ein "fatales Signal" an Entwicklungs- und Schwellenländer. Ann-Kathrin Schneider vom BUND sagte, Deutschland stehe in der "Schmuddelecke". (dpa)

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