Ausreisesperre gegen deutsche Journalistin Meşale Tolu in Türkei aufgehoben

Ausreisesperre gegen deutsche Journalistin Meşale Tolu in Türkei aufgehoben
Mesale Tolu
Die wegen Terrorvorwürfen in der Türkei angeklagte deutsche Journalistin Meşale Tolu darf die Türkei verlassen. Ein Gericht habe die Ausreisesperre gegen Tolu aufgehoben, teilte der Solidaritätskreis "Freiheit für Meşale Tolu" am Montag mit. Der Prozess werde allerdings weitergeführt. Tolus Ehemann, Suat Çorlu, der im selben Verfahren angeklagt ist, werde vorerst in der Türkei bleiben müssen. Seine Ausreisesperre bleibe bestehen, hieß es in der Erklärung weiter.

Die Entscheidung kam überraschend. Noch Ende April hatte das Istanbuler Gericht bei der Fortsetzung des Prozesses gegen Tolu entschieden, die Ausreisesperre gegen die 33-Jährige aufrechtzuerhalten. Am 18. Dezember war sie per Gerichtsbeschluss aus der Haft entlassen, aber mit einer Ausreisesperre belegt worden. Zuvor hatte sie mehr als sieben Monate in Istanbul in Untersuchungshaft gesessen. Zwischenzeitlich war ihr kleiner Sohn bei Tolu im Gefängnis. Die Verhandlung gegen Tolu, der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen wird – gemeint ist die linksextreme MLKP –, soll am 16. Oktober fortgesetzt werden.

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Der Fall Tolu hatte, zusammen mit dem des Welt-Reporters Deniz Yücel und des Menschenrechtlers Peter Steudtner, die Beziehungen zu Deutschland schwer belastet.(dpa)

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