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Zehntausende demonstrieren gegen Israels "Nationalitätsgesetz"

Zehntausende demonstrieren gegen Israels "Nationalitätsgesetz"
Zehntausende demonstrieren gegen Israels "Nationalitätsgesetz"
Zehntausende Israelis haben am Samstagabend in Tel Aviv gegen das "Nationalitätsgesetz" protestiert. Das im Juli verabschiedete Gesetz verankert Israels Status als jüdischen Nationalstaat - und wird von Minderheiten, aber auch vielen jüdischen Israelis, als diskriminierend kritisiert.

Das Gesetz legt auch fest, dass der Bau jüdischer Gemeinden in Israel besonders gefördert werden soll. Hebräisch wird zur offiziellen Landessprache erklärt, während Arabisch - bisher zweite Amtssprache - nur noch einen "Sonderstatus" erhält.

Tamir Pardo, früherer Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, bezeichnete die Verabschiedung des Gesetzes als "Ungerechtigkeit gegenüber 20 Prozent der israelischen Bevölkerung". "Es geht nicht darum, welche Partei man wählt. Das ist eine Frage der Werte", zitierte ihn die Times of Israel.

Auch Präsident Reuven Rivlin äußerte sich negativ über das Gesetz. Hunderte Künstler und Schriftsteller forderten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einem Brief dazu auf, das Gesetz wieder abzuschaffen. (dpa)

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