Kampf gegen Särge: Obligatorische Einäscherung soll Bodenfläche in China einsparen

Kampf gegen Särge: Obligatorische Einäscherung soll Bodenfläche in China einsparen
Kampf gegen Särge: Obligatorische Einäscherung soll Bodenfläche in China einsparen (Symbolbild)
Die Behörden der südwestchinesischen Provinz Jiangxi haben traditionellen Beerdigungen den Kampf angesagt. Mit dieser Maßnahme sollen Bodenflächen in der Region eingespart werden. Ab September ist ausschließlich die Einäscherung der Verstorbenen erlaubt. Sämtliche Särge werden aber schon jetzt beschlagnahmt.

An diesem Wochenende wurden die sozialen Netzwerke in China mit Fotos und Videos überflutet, auf denen zu sehen war, wie Beamte Dorfbewohnern in den Bezirken Ganzhou, Jian und Yichun Särge wegnahmen. Einige ältere Menschen legten sich sogar in die Totenkisten, um diese zu retten, und wurden mit Gewalt aus diesen entfernt. Die beschlagnahmten Särge wurden mit Baggern zerstört. Ein Einheimischer teilte der Zeitung South China Morning Post mit, die Behörden hätten zwar eine Entschädigung in Höhe von 2.000 Yuan (umgerechnet 250 Euro) angeboten, bedürftige Familien hätten aber über mehrere Jahre hinweg Geld gespart, um sich einen Sarg im Wert von 5.000 Yuan (umgerechnet 630 Euro) leisten zu können. (RIA Nowosti)

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