Festnahmen nach Korruptionsskandal in Peru

Festnahmen nach Korruptionsskandal in Peru
Festnahmen nach Korruptionsskandal in Peru
Die peruanische Polizei hat bei einer Großrazzia im Zuge eines Korruptionsskandals elf Rechtsanwälte, Geschäftsleute und hochrangige Beamte festgenommen. Diese seien Mitglieder einer kriminellen Organisation, die im Justizsystem des südamerikanischen Landes aktiv gewesen sei, teilte das Innenministerium Perus am Sonntag mit.

Die Organisation sei von einem ehemaligen hohen Richter geführt worden, der bereits verhaftet wurde. Er soll Kriminellen Nachlässe in Urteilen im Austausch gegen Geld und andere Vorteile gewährt haben. An der Razzia im Morgengrauen waren rund 400 Polizeikräfte beteiligt. Der Korruptionsskandal in Peru war eskaliert, nachdem lokale Medien Audioaufnahmen veröffentlicht hatten, auf denen unter anderem illegale Absprachen zwischen Richtern, Staatsanwälten und Politikern zu hören waren. Präsident Martín Vizcarra kündigte am Samstag ein Referendum über politische Reformen an. Darin soll es um ein Verbot der Wiederwahl von Kongressabgeordneten, eine Rückkehr zu einem Zweikammersystem und Änderungen im Ernennungsprozess von Richtern und Staatsanwälten gehen. (dpa)

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