Trotz Attests: Fluglinie verbannt jungen Epileptiker mit Autismus samt Familie aus Flugzeug

Trotz Attests: Fluglinie verbannt jungen Epileptiker mit Autismus samt Familie aus Flugzeug
Trotz Attests: Fluglinie verbannt jungen Epileptiker mit Autismus samt Familie aus Flugzeug
Die arabische Fluggesellschaft Emirates hat heftige Kritik geerntet, nachdem sie die Familie eines an Autismus und Epilepsie leidenden Jungen aus dem Flugzeug verbannt hatte.

In die unangenehme Situation geriet die Familie der Euronews-Moderatorin Isabelle Kumar, die über den Vorfall auf Twitter berichtete, an Bord des Emirates-Flugzeuges in Dubai. Die Frau bat die Besatzung, ihren Sohn Eli neben einem unbesetzten Sitz sitzen zu lassen, für den Fall, dass er einen epileptischen Krampfanfall bekommt. Die Crew hat dann gefordert, ein medizinisches Attest vorzulegen, dass der Junge mitfliegen könne. Kumar legte das Attest vor, es reichte aber nicht aus – man sagte ihr, die Bescheinigen soll dem Bodenpersonal gezeigt werden. Außerdem hat Kumar ihren Familienarzt angerufen, damit er bestätigen könnte, dass der Junge fliegen darf. Die Besatzungsmitglieder wollten jedoch nicht mit dem Arzt sprechen und zwangen die Familie, auzusteigen. Die Crew soll sogar gedroht haben, die Polizei anzurufen, sollte die Familie das Flugzeug nicht verlassen.

Am Boden bestätigte das Personal, dass Eli fliegen durfte, aber die Familie konnte das Flugzeug nicht mehr besteigen und musste acht Stunden am Flughafen verbringen, bis sie in das von Emirates bezahlte Hotel einziehen konnte. Die Fluglinie entschuldigte sich für den Vorfall und verprach, alle Kosten zu entschädigen. Die Lage sei für die Crew schwer zu bewerten gewesen, so Emirates.

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