USA: Polizist erschießt Unschuldigen von hinten – und niemand wird zur Rechenschaft gezogen

USA: Polizist erschießt Unschuldigen von hinten – und niemand wird zur Rechenschaft gezogen
US-Polizist erschießt Unschuldigen von hinten – und niemand wird zur Rechenschaft gezogen
Eine Grand Jury hat die Anklage gegen zwei Polizisten aus Southaven im Bundesstaat Mississippi fallen gelassen, die einen unschuldigen Mann und seinen Hund erschossen haben. Sie hatten im Juli des vergangenen Jahres die Aufgabe, einen Haftbefehl in einem Fall schwerer Körperverletzung auszuführen, irrten sich aber in der Adresse.

Die Polizisten sollten eigentlich einen gewissen Samuel Pearman verhaften, liefen jedoch irrtümlich das etwa zehn Meter weiter gelegene Haus des KFZ-Mechanikers Ismael Lopez an. Als die Haustür sich öffnete, stürmte ein Pitbull heraus. Einer der Polizisten traf den Hund tödlich mit einem Streifschuss. Ein anderer gab vier Schüsse auf das Haus ab, von denen einer sein Ziel fand und den Handwerker sofort tötete– angeblich nachdem Ismael Lopez hinter der zerschossenen Haustür eine Waffe auf die Beamten gerichtet haben soll – diese Aussage passt jedoch keineswegs dazu, dass die Kugel den 41-jährigen Vater in den Hinterkopf traf.

Die Einstellung des Verfahrens ist von einigen höheren Vertretern der Behörden des Bezirks mitgetragen worden – so gaben Bezirksstaatsanwalt John Champion und Southavens Bürgermeister Darren Musselwhite an, den Fall als abgeschlossen anzusehen. Die Entscheidung des Gerichts hat für Empörung in ganz Mississippi gesorgt – man spricht von massiver Vertuschung.

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