N-Wort bei Telefonkonferenz benutzt: Papa John’s Gründer legt Vorstandsposten nieder

N-Wort bei Telefonkonferenz benutzt: Papa John’s Gründer legt Vorstandsposten nieder
N-Wort bei Telefonkonferenz benutzt: Papa John’s Gründer legt Vorstandsposten nieder
John Schnatter, der im Jahre 1984 die Restaurantkette Papa John’s ins Lebens gerufen und lange Jahre einen der erfolgreichsten Pizza-Marken in den USA verkörpert hatte, musste nach einem Rassismus-Skandal als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens zurücktreten. In einem Brief an seine Mitarbeiter entschuldigte er sich dafür, bei einem Gespräch „unangemessene und beleidigende Ausdrucksweise“ benutzt zu haben, und hob nachdrücklich hervor, dass "Rassismus keinen Platz in unserer Gesellschaft hat".

Im Mai hatte Schnatter an einem Rollenspiel teilgenommen, das der Vorbeugung von öffentlichen Konflikten gewidmet worden war. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Auflösung der Partnerschaft zwischen Papa John’s und der US-Profiliga NFL nach der Kritik, die Schnatter an den Spielern und deren Protest gegen Rassismus in Bezug auf die US-Nationalhymne geübt hatte. Dabei habe der Vorstandschef eine Parallele zum anderen großen Unternehmer, dem Gründer der Fast-Food-Kette KFC Harland D. Sanders, gezogen, der "Schwarze N*** genannt hatte", ohne jemals Gegenreaktion auszulösen, berichteteForbes.

Mehr zum Thema - Pizza-Restaurantkette Papa John’s: "Neonazis sollen nicht unsere Pizza kaufen"

Obwohl Schnatters Worte eigentlich gegen Rassismus gerichtet waren, fühlten sich andere Teilnehmer der Telefonkonferenz dadurch trotzdem beleidigt. Aufgrund des großen Drucks nach dieser Aussage traf der Unternehmer schließlich die Entscheidung, seinen Posten zu räumen.

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen