Schlechtes Timing: Britische Brennerei stellt Wodka „Nowitschok“ vor und erntet Kritik

Schlechtes Timing: Britische Brennerei stellt Wodka „Nowitschok“ vor und erntet Kritik
Eine Brennerei in der britischen Stadt Bristol ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, nachdem der Verkaufsstart des Wodkas unter dem Markennamen „Nowitschok“ zeitlich mit dem Tod der angeblichen mit dem berüchtigten Stoff vergifteten Frau zusammengefallen ist. Der Schnaps der limitierten Ausgabe wurde schnell ausverkauft und wird nicht mehr destilliert werden.

Das Getränk, das nach seinem waffenfähigen Pendant benannt wurde, wurde online umgehend kritisiert. Der Wodka kam zum falschen Zeitpunkt auf den Markt – nur einen Tag nachdem Dawn Sturgess in einem Krankenhaus gestorben war. Die 44-jährige Britin sei angeblich mit einer "gewaltigen Dosis" des Giftes in Berührung gekommen, das man für ein Nervengift der Nowitschok-Klasse hält. Die Handlungen der britischen Brennerei Bristol Dry Gin Micro Distillery wurden als geschmacklos eingestuft, viele Kritiker warfen den "Nowitschok"-Produzenten eine schlechte Zeitwahl vor.

Die Firma entschuldigte sich für ihren Fehltritt und erklärte, dass das Getränk schon längst in Arbeit war. Die Entscheidung, die Spirituose auf den Markt zu bringen, wurde erst dann getroffen, als die Skripals aus dem Krankenhaus entlassen wurden.

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