Keine Verschwörungstheorie: Smartphones können Besitzer bespitzeln - und tun dies auch tatsächlich

Keine Verschwörungstheorie: Smartphones können Besitzer bespitzeln - und tun dies auch tatsächlich
Keine Verschwörungstheorie: Smartphones können Besitzer bespitzeln - und tun dies auch tatsächlich
Forscher der Northwestern University in Boston haben ein Jahr damit verbracht, zu erkunden, ob Handys heimlich die Telefonate ihrer Besitzer aufzeichnen und diese Daten anschließend an große Werbeunternehmen schicken. Die Forscher kamen zu einer (mehr oder weniger) überraschenden Entdeckung: Während das Handy seinen Besitzer scheinbar nicht belauscht, beobachtet es ihn sehr wohl.

Die Forschung bestätigt, dass Smartphone-Apps Videoaufnahmen von Bildschirmen aufzeichnen und Bildschirmfotos machen. Dann schicken sie diese Daten an Drittparteien. Die Experten untersuchten 17.260 populäre Android-Apps, 8.000 davon schicken Informationen direkt an Facebook. Einige Apps sandten die Daten auch an die Analytics-Plattform Appsee, die das Verhalten von Nutzern messen, auswerten.

Die Studie fand außerdem, dass mehr als die Hälfte der untersuchten Apps die Erlaubnis hatte, auf die Kameras und Mikrofone der Benutzer zuzugreifen, was bedeutete, dass Sie diese Funktionen jederzeit aktivieren konnten, wenn die App geöffnet war.

Weil die Telefone in der Studie von einem automatisierten System betrieben wurden - und nicht Menschen - sagen die Forscher, dass es dennoch nicht auszuschließen sei, dass Telefonate oder Gespräche in Anwesenheit des Telefons mitschneiden.

Die Forscher werden ihren kompletten Ergebnisse im August auf der Privacy Enhancing Technology Symposium Konferenz in Barcelona präsentieren.

Mehr zum ThemaPartyfotos für Oma? Samsung-Smartphones können heimlich alle Fotos an beliebige Kontakte schicken

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen