Wer zu früh geht, den bestraft der Chef: Mittagspause mit Folgen in Japan

Wer zu früh geht, den bestraft der Chef: Mittagspause mit Folgen in Japan
Wer zu früh geht, den bestraft der Chef: Mittagspause mit Folgen in Japan (Symbolbild)
Ein Mitarbeiter eines Wasserwerks aus der Stadt Kobe hat von seinen Vorgesetzten eine Strafe erhalten, nachdem diese festgestellt hatten, dass der 64-Jährige mehrmals zu früh in die Mittagspause gegangen war. Insgesamt registrierten sie innerhalb von sieben Monaten 26 solcher Fälle, bei denen der Angestellte seinen Arbeitsplatz drei Minuten früher verlassen hatte, um sich eine Jause zu kaufen. Die Manager hielten eine Pressekonferenz ab und bezeichneten sein Verhalten als "zutiefst bedauerlich".

Wie sie erklärten, wäre die Mittagspause des Mannes immer von 12 bis 13 Uhr angesetzt – doch der Angestellte hätte diese häufig schon früher angetreten. Somit habe er gegen ein Gesetz verstoßen, wonach sich die Mitarbeiter "auf ihrer Arbeit konzentrieren sollten". Wie der Mitarbeiter später zugab, begann er seine Pause schon früher, da er Abwechslung benötigte. Wie The Guardian berichtet, verteidigten viele Internetnutzer den 64-Jährigen und fragten sich, ob diese Regelung auch für jene gelte, die zur Toilette oder zum Rauchen hinausgingen. Jemand fragte auch scherzhaft, wie es denn mit Politikern aussehe, die an ihrem Arbeitsplatz häufig einschliefen.

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