Schummel-Schutz: Algerien geht offline, um Betrug bei Abi-Prüfungen zu verhindern

Schummel-Schutz: Algerien geht offline, um Betrug bei Abi-Prüfungen zu verhindern
Schummel-Schutz: Algerien geht offline, um Betrug bei Abi-Prüfungen zu verhindern (Symbolbild)
Die Regierung in Algerien ist an die schwierige Aufgabe, organisierten Betrug bei den Abschlussprüfungen zu vermeiden, offensiv herangegangen: Ganz Algerien war am Mittwoch für die Zeit der Abiturprüfungen für zwei Stunden offline. Sowohl mobile als auch kabelgebundene Internetdienste wurden landesweit komplett abgeschaltet. Zu solch drastischen Maßnahmen sah sich das algerische Bildungsministerium gezwungen, um Schummelversuche zu verhindern.

Zusätzlich wurden an den Eingängen der rund 2.000 Prüfungszentren und der Einrichtungen, in denen die Prüfungsbögen gedruckt werden, Metalldetektoren und Mobilfunk-Störsender und in den Räumen selbst Kameras angebracht. Natürlich ist für Schlüler während der Prüfungen auch die Mitnahme von Tablet-PCs, Smartphones und Smart-Uhren verboten.

Damit soll verhindert werden, dass sich vergangene Fiaskos wiederholen: Die Prüfungssaison 2016 wurde durch Betrugsversuche beeinträchtigt, Prüfungsfragen wurden vor oder zu Beginn des Tests auf Social Media veröffentlicht und von Schülern, die sich eigens dafür absichtlich zur Prüfung verspäteten, gelesen. Im vergangenen Jahr forderten die Behörden die Internetbetreiber im Land dazu auf, den Zugang zu Sozialnetzwerken zu sperren, doch damit wurde das Problem nicht vollständig gelöst.
Nachzügler wurden von der Prüfung ausgeschlossen und mussten stattdessen an einem speziell organisierten Test teilnehmen.
Die Sperren werden sich bis einschließlich kommenden Montag wiederholen – danach sind die Abiturprüfungen in Algerien vorbei.

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