EU-Sanktionen treffen indirekt Europol: Kaspersky Lab stoppt Zusammenarbeit mit EU-Polizei

EU-Sanktionen treffen indirekt Europol: Kaspersky Lab stoppt Zusammenarbeit mit EU-Polizei
EU-Sanktionen treffen indirekt Europol: Kaspersky Lab stoppt Zusammenarbeit mit EU-Polizei (Symbolbild)
Wie man in den Wald ruft, so hallt es heraus: Der russische Hersteller von Sicherheitssoftware "Kaspersky Lab" hat seine Zusammenarbeit mit dem Europäischen Polizeiamt vorübergehend gestoppt. Grund sei, dass der Europarat am 13. Juni mehrheitlich über eine EU-Resolution mit Richtliniencharakter abgestimmt habe, die eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen im Cyber-Bereich gegen Russland, China und Nordkorea fordert. Dies gab die Firma sofort nach der Abstimmung bekannt.

Das Dokument fordert ein Verbot der Nutzung "potentiell gefährlicher und schädlicher Programme" in öffentlichen Einrichtungen sowie Einrichtungen der Sicherheit und Infrastruktur, zu denen es auch Software von Kaspersky zählt. Die Antwort folgte prompt: "Auch wenn die Resolution keine gesetzlich bindende Kraft hat und nur die Meinung einiger Abgeordneter darstellt, demonstriert sie offene Respektlosigkeit gegenüber Kaspersky Lab. Dabei sind wir bisher immer zuverlässiger Partner Europas gewesen, was den Kampf gegen Cyberkriminalität anbelangt. Unsere Firma hat daher die schwere Entscheidung getroffen, die zahlreichen Kooperationsprojekte zur Bekämpfung der Cyberkriminalität zeitweise anzuhalten, darunter mit Europol“, verkündete der Pressedienst des Unternehmens.
Betroffen von der Entscheidung ist unter anderem No More Ransom – ein Internet-Portal für die Bekämpfung von Erpressungssoftware, an dem Kaspersky zusammen mit dem europäischen Polizeiamt arbeitet.

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"Wir hoffen, die Arbeit an diesem Projekt und andere Initiativen in Europa sehr bald wieder aufnehmen zu können", hieß es abschließend von der russischen Softwareschmiede.

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