Afghanistan: Mindestens 27 Tote bei Angriffen

Afghanistan: Mindestens 27 Tote bei Angriffen
Afghanistan: Mindestens 27 Tote bei Angriffen
Mindestens 27 Menschen sind am Dienstag bei Anschlägen und Angriffen im Norden und Osten Afghanistans ums Leben gekommen. Die drei Vorfälle ereigneten sich wenige Tage vor Beginn von zwei einseitigen Waffenruhen, die zunächst von der afghanischen Regierung und dann von den radikalislamischen Taliban ausgerufen worden waren.

Mindestens acht Mitglieder der afghanischen Sicherheitskräfte starben, als die radikalislamischen Taliban in einem Bezirk der nördlichen Provinz Farjab den Sitz der örtlichen Regierung über Nacht überfielen, wie Provinzratsmitglied Matan Kateh am Dienstagmorgen mitteilte. Hunderte von Kämpfern stürmten im Bezirk Kohistan zudem Kontrollpunkte und Polizeipräsidien, hieß es. Ob es Verletzte gab, war zunächst nicht bekannt.

In der nördlichen Provinz Sar-i Pul kamen 14 Sicherheitskräfte bei einem nächtlichen Angriff der Taliban ums Leben. Mindestens 25 Menschen seien dabei verletzt worden, erklärte das Provinzratsmitglied Nuhr Aga Nuhri. Vier weitere verwundete Soldaten wurden demnach von den Taliban als Geiseln genommen.

Weitere fünf Sicherheitskräfte fielen einem Selbstmordanschlag in der östlichen Provinz Ghasni zum Opfer, wie ein Sprecher des Provinzgouverneurs erklärte. Dabei wurden mindestens 26 weitere Menschen verletzt. Bislang hat keine Gruppe die Tat für sich reklamiert. (dpa)

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