Israel beginnt Räumung weiterer jüdischer Siedlung im Westjordanland

Israel beginnt Räumung weiterer jüdischer Siedlung im Westjordanland
Israel beginnt Räumung weiterer jüdischer Siedlung im Westjordanland (Archivbild)
Israelische Sicherheitskräfte haben am Dienstag mit der Räumung eines Siedlungsaußenpostens im Westjordanland begonnen. Polizisten seien dabei, 15 Häuser in der Kleinsiedlung Netiv Ha-Avot zu räumen, teilte ein Polizeisprecher mit. Das Höchste Gericht hatte die Zerstörung der Häuser in dem Außenposten in der Nähe der Palästinenserstadt Bethlehem angeordnet.

Nach Medienberichten kam es bei der Räumung zu Konfrontationen zwischen israelischen Jugendlichen und Polizisten. Am Montagabend hatten rund 2.000 Menschen in der im Jahr 2001 errichteten Kleinsiedlung gegen die Evakuierung demonstriert.

Der israelische Erziehungsminister und Vorsitzende der rechtskonservativen Siedlerpartei "Jüdische Heimat", Naftali Bennett, kritisierte die Gerichtsentscheidung zur Räumung des Außenpostens bei der Demonstration am Montagabend als "absurd", wie die Times of Israel berichtete.

Rund 600.000 Israelis leben in mehr als 200 Siedlungen im Westjordanland und in Ost-Jerusalem. Israel unterscheidet zwischen Siedlungen, die mit Genehmigung der Regierung entstanden, und wilden Außenposten, die per Gesetz rückwirkend legalisiert werden sollen. Aus Sicht der UNO sind dagegen alle Siedlungen illegal. (dpa)

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