"Bromance" zu Ende? Macron vergleicht Telefongespräch mit Trump mit Wurst-Herstellung

"Bromance" zu Ende? Macron vergleicht Telefongespräch mit Trump mit Wurst-Herstellung
Französischer Präsident Emmanuel Macron mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Weißen Haus am 24. April 2018
Die bisher herzlichen Beziehungen zwischen den Präsidenten Frankreichs und der USA, die an manchen Punkten an eine sogenannte Bromance gegrenzt haben, scheinen inzwischen abgekühlt zu sein. Am Montag berichtete die Nachrichtenagentur CNN unter Berufung auf anonyme Quellen, dass Emmanuel Macron sein jüngstes Telefonat mit Donald Trump als "einfach schlecht" und "furchtbar" bezeichnet habe. Als er am Dienstag danach von Journalisten befragt wurde, zitierte der Präsident Otto von Bismarck.

"Wie Bismarck sagte: wenn wir Menschen erklären würden, wie Würste gemacht werden, würden sie sie kaum noch essen", antwortete Macron auf einer Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und fügte hinzu: "Also, ich mag es, wenn Menschen das fertige Gericht sehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob Kommentare aus der Küche das Gericht besser liefern oder schmecken lassen."

Damit spielte er auf das bekannte Zitat aus der Kaiserzeit ab, das Bismarck zumindest zugeschrieben wird: "Gesetze sind wie Würste, man sollte besser nicht dabei sein, wenn sie gemacht werden."

Zum Schluss äußerte Macron seine Hoffnung auf "nützliche" und "offene" Verhandlungen mit Trump bei dem bevorstehenden G7-Gipfel in Kanada.

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