Pflegenotstand: Pflegeheime lehnen laut Studie zahlreiche hilfsbedürftige Menschen ab

Pflegenotstand: Pflegeheime lehnen laut Studie zahlreiche hilfsbedürftige Menschen ab
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt eine Pressekonferenz am 23. Mai in Berlin.
Mehr als jedes fünfte Pflegeheim hat in den vergangenen drei Monaten hilfsbedürftige Menschen abgelehnt. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung hervor. Als Hauptgrund nannten die befragten Einrichtungen Personalmangel. Zur Deckung des Bedarfs würde es ca. 25.000 zusätzlicher qualifizierter Personen bedürfen. Gesundheitminister Spahn hatte versprochen, 13.000 neue Stellen zu schaffen.

Die große Koalition diskutierte ein Programm von einer Milliarde Euro, das von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden und die Zahl der Pflegekräfte erhöhen soll. 

Weiter hieß es in der Studie

Lediglich 38% beurteilen das Angebot der vollstationären Pflege in ihrer Region als (voll)umfänglich gesichert. Im Bereich der Kurzzeitpflege schätzen nur 15% die Kapazitäten als (voll)umfänglich gesichert ein. 42% schätzen den Bedarf an Tagespflegeplätzen als tendenziell nicht oder gar nicht gesichert ein. Damit wird deutlich, dass aktuell nicht davon ausgegangen werden kann, dass die gesetzlich verankerten Ansprüche an Versorgung regional auch umfassend gewährleistet werden können. Damit bleiben wichtige Möglichkeiten der Entlastung von pflegenden Angehörigen weiterhin unzureichend erreichbar. Bezogen auf die zukünftige Entwicklung gehen 58% von einem kontinuierlich wachsenden Bedarf bezogen auf ihre Einrichtung aus."

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